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Heißes Wochenende für die Südstadtmädels – Viel Erfahrung gesammelt

Von Achim Stuhr

Über die Temperaturen und Sonnenintensität muss man ja nicht viel sagen. Von daher schon mal Hut ab vor den Leistungen, die trotz dieser Umstände auf den Sportanlagen wo auch immer gezeigt werden. Am Samstag ging es für die Fortuna zum Burtscheider TV nach Aachen, die in einer Parallelstaffel der Mittelrheinligaquali antreten.

Bereits nach kurzer Zeit übernahmen die Südstädterinnen das Kommando und erarbeiteten sich mehr und mehr Torchancen. Nach dreizehn Minuten erzielte dann Tamara nach schöner Kombination mit Greta und Liora das verdiente 1:0. Greta erhöhte vor der Pause zum 2:0 Halbzeitstand. Thema der Pausenansprache war dann vor allem die Torausbeute. In der zweiten Hälfte zeigte sich das gleiche Bild. Die Fortuna im Vorwärtsgang, Najada erhöhte in Minute 54, längst überfällig, auf 3:0. Und dann, einmal nicht gut aufgepasst, schöner schneller Konter der Gastgeberinnen zum 1:3 (70.). Aber direkt im Gegenzug stellte Liora den alten Drei-Tore-Abstand wieder her und Greta markiert in der Schlussminute den 5:1 Endstand.

Ein verdienter Erfolg bei grenzwertigen Temperaturen für die Fortuna. Damit sollte die Mannschaft für den Ligaauftakt am kommenden Samstag im Derby bei Agrippina gerüstet sein. Insbesondere Torhüterin Aliya, unsere interne Lösung des „Torwartproblems“ zeigte, bei den wenigen Ballkontakten die sie hatte, eine gute Leistung. Überhaupt haben sich unsere Neuzugänge Mira, Frieda, Tamara (alle eig. U15), Liora (Rheinsüd) und Greta (SC Bergisch-Gladbach) richtig schnell in die Mannschaft integriert

Für Fortuna spielten: Aliya (Tor), Julika, Maya, Arlene, Lea, Annalena, Sophie, Frieda, Najada, Lena, Liora, Tamara, Lina, Mira und Greta.

Sonntags ging es dann in die Landeshauptstadt zum Tusa-Girls-Cup. Die Südstadtmädels bekamen es in der Gruppe A mit dem Bundesligisten Osnabrücker SC, den ambitionierten Regionalligisten Arminia Ibbenbüren und SV Menden, der Erstvertretung der Gastgeberinnen Tusa 06 Leistungszentrum und dem FC Schalke 04 zu tun. Ein mehr als anspruchsvolles Programm für die Mädels, die gerade mal seit einer Woche im Training sind.

Und Match Eins ging dann direkt gegen einen der Turnierfavoriten. Der Osnabrücker SC ist gerade in die Bundesliga aufgestiegen und mitten im Trainingslager. Entsprechend fand das Spiel auch vornehmlich in der Kölner Hälfte statt. Aber die Südstadtmädels wehrten sich richtig gut und ließen kaum wirkliche Torchancen des Favoriten zu. Und dann passierte es doch. Ein echtes „Zeiglerches Kacktor“ kurz vor Schluss führte dann doch zum letztendlich nicht unverdienten Erfolg des Erstligisten.

Trotzdem hieß es nun erst einmal, mentale Aufbauarbeit zu leisten. Mit Schalke 04 kam nun ein Gegner, der eher auf Augenhöhe unterwegs war. Allerdings trotzten die Gelsenkirchenerinnen in ihrem Auftaktspiel dem SV Menden ein respektables 0:0 ab. Das Spiel begann recht ausgeglichen und gerade, als sich die Fortuna mutiger dem S04-Gehäuse näherte, konnten die Schalker Mädels eine 100 prozentige Chance nach einem schnellen und schönen Konter nicht verwerten. Die Kölnerinnen machten es danach besser, nun lief das Spiel fast nur noch in der gegnerischen Hälfte und mit zwei schönen Toren belohnte sich die Fortuna mit dem ersten Turniersieg.

Es folgte das Match gegen Menden. Der Regionalligist, der in der letzten Saison sehr lange am Bundesligaaufstieg „geschnuppert“ hatte, war noch nicht so glücklich mit der aktuellen Punktausbeute und entsprechend unter Druck. Menden spielte dann auch sehr dominant, der Fortuna merkte man an, dass die schnell aufeinander erfolgten Spiele doch sehr kraftraubend waren. Aber auch hier stand die Abwehr gut und machte es dem Favoriten richtig schwer. Dann fiel aber doch das 0:1 nach einer eigentlich schon geklärten Situation. Die Kölnerinnen stellten um, lösten die Viererkette auf und beorderten Linksverteidigerin Rhea mit in die Sturmspitze. Ihre Schnellig- und Schussgenauigkeit sollte doch noch den Punktgewinn ermöglichen. Und wie das (Fussball-) Leben so spielt, nach schönem Zusammenspiel mit Greta knallt Rhea kurz vor Ende der Partie den Ball zum verdienten 1:1 Ausgleich in die Mendener Maschen.

Allerdings hatte dieses Spiel Spuren hinterlassen. Durch die nur kurze Erholungspause zwischen den vorangegangenen Spielen und einigen leichteren Verletzungen waren die Südstädterinnen mittlerweile doch recht platt.

Spiel vier gegen die starken Gastgeberinnen ging dann auch, trotz guter Leistung in den ersten beiden Dritteln der Spielzeit, etwas zu hoch mit 0:3 verloren. Auch für die Quote der angeschlagenen Spielerinnen auf Fortuna-Seite, war dieses Spiel nicht gut. So wurde das letzte Gruppenspiel gegen die richtig gute Mannschaft von Arminia Ibbenbüren zum echten Härtetest. Die Torhüterin Aliya musste hier nach starker Leistung leider verletzt ausscheiden, Außenverteidigerin Julika übernahm den Job und zeigte ebenfalls einige gute Paraden. Auch hier bestimmte der Regionalligist weitestgehend die Partie, mit dem knappen 0:1 konnten die Südstadtgirls aber letztendlich gut leben.

Ganz zum Schluss quälte man sich dann noch zu einem Platzierungsspiel um Platz 9 gegen Tusa U16. Das Spiel endete 0:1 aus Kölner Sicht, das war aber nicht mehr relevant für das auf dem Zahnfleisch gehende Team.

Ein großartiges Turnier mit attraktiven Gegnern ging dann zu Ende. Mit der erbrachten Leistung konnten die Fortunamädels mehr als zufrieden sein. Die erbarmungslose Hitze und die dicht getakteten Spiele führten die Südstädterinnen allerdings an die körperlichen Grenzen. Hier bemerkte man dann auch den Unterschied zu Mannschaften, die mit besseren Trainingsmöglichkeiten ausgestattet sind.

Für Fortuna spielten: Aliya (Tor), Julia, Rhea, Maya, Julika, Lea, Annalena, Sophie, Lara, Lena, Frieda, Greta, Liora, Lina, Mira, Najada und Tamara.

Nun heißt es, die guten Leistungen in die Liga mitzunehmen. Um das Ziel Mittelrheinliga zu erreichen, darf sich die Mannschaft von Thomas Schultheis keinen Ausrutscher erlauben. Und gerade Agrippina ist aufgrund der Nachbarschaft immer sehr motiviert gegen die Fortuna.

Matchday:

Qualirunde zur Mittelrheinliga #1

Agrippina Köln – Fortuna Köln, 20.8.22, 13:45, Zülpicher Wall

 

Thomas Schultheis

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