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Buschinski lässt die Fortuna-Frauen Geschichte schreiben!

Von Achim Stuhr
Jubel nach Marina Buschinskis Treffer zum 3:0 (118.)

Am gestrigen Sonntag stand die erste Runde im DFB Pokal an und zu Gast war der FSV Babelsberg 74. Auf Grund der schlechten Witterungsbedingungen fand das Spiel auf dem Kunstrasen statt. Beide Mannschaften begannen sehr nervös. So wurden die ersten 20 Minuten zu einem Gebolze, in denen kein Team es schaffte Ruhe in das eigene Spiel zu bekommen. Babelsberg attackierte früh und erzeugte Druck auf das Aufbauspiel der Fortuna. Die Kölnerinnen fanden aber ab der 30 Minute besser ins Spiel. Sie kreierten nun ein paar Kombinationen, doch mangelte es weiterhin an klaren Tormöglichkeiten.

So blieb es bis zur Pause bei einem gerechten 0:0. Auch in Halbzeit zwei dauerte es zehn Minuten ehe sich die Fortuna-Frauen geordnet hatten.
Aber ab der 60. Minute wurde der Druck auf das Babelsberger Gehäuse stetig erhöht. Besonders Demir haute nun nochmals alles raus und machte richtig Alarm. In der 67. Minute dann die ersten frischen Kräfte auf Kölner Seite. Buschinski kam für Demir und Stephan für Wojtasik. Dies sollte sich im weiteren Verlauf noch bezahlt machen. Auch wenn nun die Kölnerinnen mehr Spielanteile hatten, taten sie sich schwer den Abschluss zu finden. Gute Möglichkeiten wurden nicht konsequent genug ausgespielt und die Gäste aus Babelsberg agierten zunehmend mit langen Bällen. Die auffälligste Angreiferin war sicherlich Zena Said, doch fand sie zumeist ihre Meisterin in Natalie Kreitz. Auch die starken Inka Wesely auf Seiten der Gäste wurden nun konsequenter verteidigt. Beide Teams erlaubten sich keine gravierenden Fehler und so blieb es bis in die Schlussphase spannend. Doch bis auf eine Ecke und einen Freistoß sprang für die Fortuna auch nicht mehr viel heraus. Mit Beginn der Verlängerung versuchten die Gäste nochmal mehr Aktionen zu erspielen, doch jetzt waren die Südstädterinnen richtig griffig in den Zweikämpfen und drehten nochmal mehr auf. In der 97. Minute dann der erste Treffer. Nach guten Pass von Stephan war Buschinski auf und davon. Sie behielt die Nerven und legte die Kugel an der Torfrau vorbei ins Netz. Nun galt es die Ordnung zu halten und die zunehmend größer werdenden Räume zu nutzen. In der 101. Minute kam dann Wiebke Tepe für Svenja Szafranski, welche verletzungsbedingt wieder vom Feld musste. Und Wiebke Tepe hatte sofort die Entscheidung auf dem Fuß. Nach schönen Pass hinter die Abwehrreihe war Tepe frei vor Ketzer im Gästetor. Doch aus spitzem Winkel scheiterte sie an Ketzer. Nur wenig später wieder Tepe. Nach einer tollen Passstafette gelangte der Ball am langen Pfosten zu ihr, doch sie traf das Außennetz. So blieb es bis zur Halbzeit der Verlängerung bei einem 1:0. Aber alle guten Dinge sind drei. Auf dem rechten Flügel wurde Stephan geschickt, ihre Hereingabe fand dann Tepe, welche per Direktabnahme das erlösende 2:0 schoss. Nun kam noch Lisa Krampe für die ausgepowerte Svenja Stein in die Partie. Den Schlusspunkt setzte dann aber erneut Buschinski. Wieder angespielt von Stephan legte sie sich den Ball an der letzten Verteidigerin noch vorbei und ging wieder ins eins gegen eins. Auch diesmal schob sie den Ball überlegt in die Ecke. 3:0 in der 118. Minute und nun war es allen klar, die nächste Runde ist erreicht und diese Mannschaft schreibt Geschichte. Erstmals in der Vereinsgeschichte erreicht eine Frauenmannschaft die zweite Runde des DFB-Pokals.
Achim Stuhr: „ Das Trainerteam hatte heute ein gutes Händchen mit den Wechseln. Diese brachten drei Assists und auch alle drei Treffer.“
Riesen Kompliment an das gesamte Team!

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