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1. Damen: Packendes Remis im Spitzenspiel

Zum Gipfeltreffen kam es am vergangenen Samstag in der Oberligapartie zwischen dem Pulheimer SC  und dem S.C. Fortuna Köln. Der Tabellenführer trat an zum Kräftemessen beim Tabellenzweiten. Im Hinspiel hatte Fortuna den ersten Platz durch einen 30:28 Sieg erobert. Da beide Teams sich noch eine Niederlage gegen Leverkusen leisteten, blieb die Differenz von zwei Punkten bis jetzt bestehen. Mit einem Sieg könnten die Pulheimerinnen also wieder mit Fortuna gleichziehen.

Text: Anna Ellereit, Fotos: T. Schmidt

Die Pulheimer Halle war dicht gefüllt, zirka zweihundertfünfzig Zuschauer besuchten die Partie und feuerten ihre Teams lautstark von der Tribüne aus an. Und sie wurden für ihr Kommen belohnt mit einem intensiven Handballspiel, das von verbissenen Zweikämpfen, über schnelle Gegenstöße und gute Spielzüge alles zu bieten hatte.

Die Begegnung begann ausgeglichen: Anna Kochs brachte Fortuna mit 0:2 in Führung. Pulheim glich aber bald zum 2:2 aus. Nach erneuter Führung für Köln durch Zydre Zimmermann musste die Partie zum Schrecken aller für mehrere Minuten unterbrochen werden. PSC-Torhüterin Charlotte Quidde, die ihre Mannschaft bereits in diesen ersten fünf Minuten durch schöne Paraden im Spiel gehalten hatte, musste mit einer Knieverletzung ohne gegnerische Einwirkung ausgewechselt werden und konnte auch nicht wieder in die Partie eingreifen. Die Pulheimerinnen waren damit einer ihrer absoluten Leistungsgaranten beraubt, gestalteten die Begegnung aber bis zum 6:6 ausgeglichen. Fortuna-Trainer Jannusch Frontzek nahm die Auszeit und forderte von seiner Mannschaft mehr Druck und Geduld im Angriffsspiel. Dies wurde schnell umgesetzt: Unter anderem durch drei schöne Rückraumtreffer von Lena Nagel setzten die Kölnerinnen sich auf 6:9 ab (17. Minute).

 

Lena Nagel übersprang die ganze Abwehr und erzielte wichtige Treffer.

 

Pulheim nahm das Team-Timeout – und drehte das Spiel, weil Fortuna in den letzten zehn Minuten kein Tor mehr gelang. Die Gäste kamen zwar immer wieder in gute Schusspositionen, konnten den Ball aber plötzlich nicht mehr im Tor unterbringen. Fünf Pfostentreffer und weitere Fehlwürfe neben das Tor wurden von Pulheim erst zum 10:10 Ausgleich genutzt. In den letzten zwei Minuten vor der Pause schaltete Köln dann völlig ab und kassierte noch drei Treffer zum 14:10.

Verärgert über den unnötig hohen Halbzeitrückstand nahm sich Fortuna viel vor für den zweiten Durchgang. Die Aufholjagd startete gut und wurde angeführt von Fortuna-Spielmacherin Lina Klinnert, die nun der Partie ihren Stempel aufdrückte. Klinnert verkürzte selbst zum 14:12 und 15:13, Kreisläuferin Janett Stein markierte in der 36. Minute bereits den Anschlusstreffer zum 15:14 – das Spiel war wieder völlig offen.

 

Lina Klinnert ließ sich von niemandem aufhalten.

 

Trotz Zeitstrafen gegen die Gäste ließen sie sich von Pulheim nicht mehr abschütteln. Lena Nagel verwandelte sicher die Strafwürfe zum 17:16 und 18:17. Doch je länger es hin und her ging, umso mehr kamen erste Zweifel auf, ob es am Ende noch reichen würde für die Fortuna. Lina Klinnert dirigierte ihr Team aber geduldig und kämpferisch weiter zum 22:21. Zweieinhalb Minuten vor Abpfiff erzielte Male Stüssel, die jetzt im rechten Rückraum im Spiel war, endlich den Ausgleich zum 22:22.

 

Male Stüssel erzielt den Ausgleich.

 

Nach einem Fehlpass von Fortuna konnte Pulheim nochmal zum 23:22 einnetzen, die überragende Lina Klinnert, die mittlerweile von den Pulheimfans ausgepfiffen wurde, glich aber postwendend zum 23:23 aus. In der letzten Spielminute hatten beide Teams noch die Möglichkeit, dass Spiel für sich zu entscheiden, kamen aber nicht mehr zum Abschluss. So trennten sich die Mannschaften unentschieden.

 

Am Ende jubelte Fortuna über einen gewonnenen Punkt.

 

Fortuna wünscht Charlotte gute Besserung und dass sie sobald wie möglich wieder zu ihrem Team stoßen kann.

¡Viva Fortuna!

Für Fortuna spielten und trafen:

Anna Ellereit (10 Paraden), Anke Balmert, Lina Klinnert (7 Tore), Lena Nagel (6/2), Mary Grimberg (3), Zydre Zimmermann (2), Anna Kochs (2), Male Stüssel (1), Janett Stein (1), Steffi Herschbach (1), Hanna Kingdon, Annika Jesionek, Jasmin Weise, Helena Nünning.

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