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Saisonstart geglückt

Von Achim Stuhr
Alina Calicchio trifft doppelt

Alemannia Aachen II : SC Fortuna Köln 3:7 (2:3) Die Fortuna-Frauen konnten erfolgreich in die Mission Wiederaufstieg starten. Bereits nach 2:37 Minuten schickte Theresa Garsztecki Rückkehrerin Svenja Stein auf die Reise. Stein behielt nach dem 40 Meter Sprint die Nerven und schob zur frühen Führung ein. Lediglich 90 Sekunden später markierte Alina Calicchio mit einem sehenswerten Distanzschuss das 0:2. Doch wer dachte, dass diese frühe Führung Sicherheit und Ruhe brachte, der täuscht sich. Mit vielen einfachen und unnötigen Fehlern im Aufbauspiel sowie einem hektischen Übergang ins Offensivspiel, baute man die Alemannia wieder auf. So auch die erste Großchance der Aachenerinnen. Nach leichtsinnigem Spiel am eigenen Strafraum, scheiterte die Stürmerin nur knapp am Torerfolg. Nur wenige Augenblicke später machte es Poth besser. Sie nutzte die nächste Fehlerkette gnadenlos aus und erzielte das 1:2. Aber quasi mit dem Gegenzug brachte Annika Boden eine Flanke auf Kathrin Wojtasik, welche nach schöner Annahme den Ball über die Linie drückte (1:3).

Nunmehr wurde es ein hektisches und unkoordiniertes Spiel beider Mannschaften. Es wurde ein Box to Box Spiel mit weiteren Chancen auf beiden Seiten. Doch als bereits beide Mannschaften sich in der Pause sahen, verhalf der Unparteiische Aachen zum erneuten Anschluss. Nach einem langen Ball stand Jumpers mehr als deutlich im Abseits, der Unparteiische übersah dies und Jumpers bedankte sich mit 2:3 (45.).
Die Unzufriedenheit über diese Hälfte merkte man der Fortuna an. In Halbzeit zwei musste eine Steigerung her und sie kam. Viel aggressiver und konzentrierter agierten die Kölnerinnen nun. Die Spielanteile und Kontrolle verschoben sich zunehmend auf die Seite der Fortuna. Auch die gelben Karten von Natalie Kreitz und der eingewechselten Franziska Weißhaar sollten ein Fingerzeig sein, sich hier nicht abkochen zu lassen und sich zu wehren. Doch noch hielt Salman im Tor der schwarz – gelben das Spiel offen. Gleich mehrmals parierte sie stark. Dann der nächste Rückschlag. Für Boden ging es nach einer Knieverletzung nicht mehr weiter, es kam Nele Friedmann. Friedmann brachte mit ihrer Geschwindigkeit viel Unruhe in die Hintermannschaft der Alemannia. Einen ähnlichen Effekt über die linke Seite brachte dann auch Kira Gauger nach ihrer Einwechslung in der 70. Minute. In der 73. Minute dann das erlösende 2:4 durch Calicchio. Nach Querpass von Friedmann setzte Calicchio den Ball von der Strafraumgrenze ins lange Eck. Jetzt ging es Schlag auf Schlag. In der 75. Minute bediente Calicchio Friedmann auf halbrechter Position, welche trocken flach ins Eck traf (2:5).
Nur drei Minuten dann ein Sahnepass von Marina Buschinski durch die Schnittstelle an die Strafraumgrenze. Gauger war somit freigespielt und behielt im eins gegen eins die Nerven (2:6).
Aber es war immer noch nicht Schluss und die Kölnerinnen hatten noch nicht genug. So erhöhte Friedmann in der 83. Minute auf 3:7. Fairer Weise muss man eingestehen, hätte der Schiedsrichter auch hier vorher abpfeifen müssen, als die gegnerische Torfrau liegen blieb. Den Schlusspunkt setzte dann Aachen. Quasi mit dem Schlusspfiff erzielte Busch aus 25 Metern das 3:7.

Fazit:
Schwache erste Hälfte mit zu vielen einfachen Ballverlusten. Deutliche Steigerung in Halbzeit zwei und am Ende ein verdienter Sieg. Dennoch muss dringend abgestellt werden, dass man immer wieder Geschenke verteilt.

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