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2. Herren: Dezimierte Fortuna verliert knapp

Die Zweitvertretung der Fortuna unterlag bei dem Lokalrivalen HC Cologne Kangaroos mit einem Tor ...

Unglückliche Niederlage der Südstadtindianer im Spiel gegen die Beuteltiere

Text: D. Noll-Jansen; Foto: S. Flügel

Als das Spiel abgepfiffen wurde, war die Enttäuschung bei den 2. Herren der Fortuna groß. Die Anzeigetafel in der schmucken Halle der Cangaroos zeigte den Spielstand von 19:18 für den Gastgeber. Mit einem Tor verloren, obwohl man vom Anpfiff an immer geführt hatte, nur eben zum Schluss nicht, das tut weh.

Dass die Niederlage mehr als unglücklich, und auch unverdient war, hatte an diesem Tage mehrere Ursachen. So verfügt die Zweitvertretung der Fortuna zwar über den zweitgrößten Kader der Liga (25!!!), schaffte es aber an diesem Tag nicht mit 14 Spielern anzutreten. Neben den Langzeitverletzten fehlten nun mit Ben Waizmann, Björn Gierse, Jörg Schulze-Hobeling und Michael Prus nahezu der gesamte Rückraum. Auch Mannschaftskapitän Marc Strothotte war zwar dabei, aber nicht einsatzfähig. Hinzu kamen noch weitere Ausfälle auf den Außenpositionen und im Tor. Es waren zwar mit Philipp Kleimann und Michael Ruf zwei Torhüter anwesend, aber der letztgenannte war auch verletzungsbedingt nicht einsatzfähig.

Somit stand das „letzte Häuflein“ der Indianer auf der Platte und versuchte die Vorgabe des Trainers, am Schluss ein Tor mehr als der Gegner auf der Anzeigetafel zu haben, umzusetzen.

Dies gelang vom Anpfiff weg auch sehr gut und wir kamen durch eine starke Deckung sowie gut heraus gespielte Aktionen ins Spiel. So hieß es dann zunächst 3:0 für die Fortuna. Dieser Drei-Tore-Vorsprung sollte dann über die ganze erste Halbzeit Bestand haben. Er hätte allerdings noch höher ausfallen müssen, da einige Chancen im Gegenstoß durch technische Fehler vergeben wurden. Hinzu kam, dass die teilweise sehr harte Spielweise der Gastgeber unerklärlicher Weise nicht immer korrekt von den Schiedsrichtern gesehen und bestraft wurde. So rieb sich die Mannschaft sehr auf und verbrauchte schon in der ersten Halbzeit sehr viel Energie, die dann später fehlen sollte. Dennoch beherrschten wir das Spiel und gingen verdient mit drei Toren Vorsprung (8:11) in die Kabine. Die Pause war auch nötig, denn alle hatten schon Vollgas gegeben. Noch einmal 30 Minuten alles geben und durchhalten hieß die Devise für die zweite Halbzeit.

Klaus Willmann erzielte sieben Treffer gegen die Beuteltiere.

Zu Anfang gelang dies dann auch, allerdings zeigte sich dann doch, dass die ersten 30 Minuten ihren Tribut forderten. Der Vorsprung konnte zwar verteidigt werden, leider wurden aber auch wieder beste Chancen beim Gegenstoß verspielt. Spätestens ab der 45. Minute gingen dann alle Spieler auf dem Zahnfleisch und es galt die Führung mit zwei Toren (16:18) irgendwie über die Zeit zu retten. Die Mannschaft gab weiterhin alles, auch wenn bei einigen schon die „Reserveleuchte“ rot blinkte. Wie so oft kamen jetzt auch Pech und unglückliche Entscheidungen der Schiedsrichter hinzu. So bekamen wir in den letzten 10 Minuten zwei zumindest fragwürdige Zeitstrafen, die uns noch mehr Kraft kosteten und den Gegner auf ein Tor (17:18) heranbrachte. Als wir dann, nach einem klaren Foul an Stefan Dickkopf, den fälligen 7m nicht erhielten kamen die Kangaroos unverdient in Ballbesitz und konnten dann sogar im Gegenzug den Treffer zum 18:18 erzielen. Wieder im Angriff wurde uns erneut ein klarer 7m nach Foul an Olaf Hardt nicht gegeben (hier wussten die Schiedsrichter nach dem Spiel auch nicht, warum hier kein Pfiff kam und gaben ihren Fehler zu!?) und wieder kam der Gegner in Ballbesitz, konnte diesmal aber kein Kapital daraus schlagen. Nun kam dann auch noch das Pech hinzu. Markus Friedrich hatte sich auf Linksaußen gut durchgesetzt, allerdings sprang sein Ball von der Unterkante der Latte auf die Linie und ging nicht rein. Im letzten Angriff der Kangaroos gelang es dann unserem ehemaligen Spieler Bernd Witthold mit einem glücklich abgefälschten Ball den Entstand von 19:18 für die Cangaroos herzustellen. Wir hatten zwar noch einmal Ballbesitz, schafften aber in den verbleibenden 12 Sekunden nicht mehr zumindest ein Unentschieden zu erreichen.

Auch wenn wir dieses Spiel unglücklich verloren haben, muss ich der Mannschaft ein großes Kompliment machen. Sie hat alles gegeben und 45 Minuten gut gespielt. Danach schwanden dann die Kräfte und die Vielzahl der Ausfälle an diesem Spieltag konnte letztendlich dann doch nicht kompensiert werden. Dies ist sehr schade für die Mannschaft, die gezeigt hat, was möglich ist, wenn alle an Bord sind.

Bis Weihnachten kommen nun nur noch harte Brocken und es gilt weiter zu arbeiten. Da nun das nächste Wochenende spielfrei ist, werden wir die zwei Wochen bis zum nächsten Spiel nutzen um alle Spieler wieder fit zu kriegen und uns auf den nächsten Gegner (am 28.11.2010 empfangen wir um 13.45 Uhr den TV Neukirchen zum Heimspiel) und die verbleibenden Spiele bis zum Ende des Jahres vorzubereiten.

Noch einen Dank an Christian Sperling, der sich noch zu Verfügung gestellt hat, aber - um nicht für die 3. Mannschaft gesperrt zu sein - nicht eingesetzt wurde.

Für die Fortuna spielten und kämpften:

Philipp Kleimann und Michael Ruf (leider nicht einsatzfähig) im Tor. Im Feld spielten Klaus Willmann (7/5), Tim Bellmann (3), Stefan Dickopf (3), Sebastian Jansen (2), Sebastian Möllers (2), Olaf Hardt (1), Andreas Bade, Markus Friedrich und Marc Strothotte.

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