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1.Damen: …und sie grüßen von Rang 2 der Oberliga

Die Fortuna-Damen belegen nach dem hohen 10:28 Auswärtssieg beim HSV Bocklemünd den 2.Tabellenplatz der Oberliga Mittelrhein und damit die höchste Platzierung der Fortuna-Handballer in der 76jährigen Vereinsgeschichte.

Natürlich ist dies nur eine Momentaufnahme, aber dennoch sollte dies vor der Partie gegen den SV Blau-Weiß Hand nicht unerkannt bleiben.

Parallel zum 10:28 (6:13) Kantersieg der Fortuna auswärts beim Kölner Lokalrivalen HSV Bocklemünd verlor der zwischenzeitliche Tabellenführer HSG Siebengebirge/Thomasberg das Spitzenspiel beim Pulheimer SC deutlich mit 31:21. Während Siebengebirge damit auf Rang 3 abrutschte, zog die Fortuna an Siebengebirge vorbei. Die drei Teams haben sich somit untereinander alle bereits gegenseitig besiegt: Fortuna besiegte Pulheim, unterlag aber am 2.Spieltag der HSG Siebengebirge.

Zur Partie in Bocklemünd konnte Trainer Karl-Heinz Jonas wieder auf Zydre Zimmermann zurückgreifen. Die erste Überraschung gab es noch vor dem Spiel. Der Gegner hatte sich kurzfristig von Trainer Ralf Leisten getrennt, so dass mit Lothar Zeyen wieder ein alter Bekannter auf der Bank der Gastgeber saß.

Das Spiel begann ausgeglichen. Die agile Carina Lammers brachte Bocklemünd sogleich in Führung. Über Nadja Brückner-Zöth und Katja Finkelmann konnte die Fortuna erstmals 1:2 in Führung gehen (3.Min.), doch Mareike Andrée glich nochmal per Siebenmeter aus. In der 8.Minute verletzte sich dann Fortuna-Spielmacherin Male Stüssel. Die Unterbrechung und die Unsicherheit, was für eine Verletzung genau zu beklagen war, brachte einen deutlichen Bruch ins Spiel der Südstädterinnen, was Bocklemünd sogleich zur 3:2 Führung nutzen konnten (9.). Zwei Fehlwürfe und ein technischer Fehler der Fortuna konnte der HSV jedoch nicht ausnutzen.

Ab der 12.Minute war es dann erneut Katja Finkelmann (v.a. mit ihren sicher verwandelten Strafwürfen) die ihr Team mit vier Toren in Folge in Führung schoß und zusammen mit Zydre Zimmermann den Vorsprung zu einem 4:10 (22.) ausbaute. In der 26.Minute hieß es dann sogar 5:13 und der Fortuna-Express rollte nun richtig (und dies trotz mehrfachen Unterzahlsituationen). Carina Lammers konnte kurz vor der Halbzeit per Tempogegenstoß noch zum 6:13 verkürzen.

Nach der Pause hielt Bocklemünd bis zum 8:15 noch mit (35.). Ab dem 8:17 (37.) stockte das Spiel auf beiden Seiten für einige Minuten. Erst Zydre Zimmermann brachte ab der 42.Minute mit erfogreichen Tempoläufen wieder Schwung in die Partie. Das 10:20 von Dagmar Bode für Bocklemünd in der 47.Minute sollte dann bereits der letzte Treffer von Bocklemünd gewesen sein. Immer sicherer stand die Fortuna-Abwehr und rührte zusammen mit Torfrau Anan Ellereit den Beton an… Im Gegenzug kamen Andrea Volmer und Steffi Herschbach auf Touren und schlossen nacheinander mit sehenswerten Treffern gemeinsame Tempogegenstöße ab. Bocklemünd wurde nun vollends überrannt. Teilsweise liefen 3 Fortuna-Spielerinnen den Gegenstoß und passten sich vorne noch munter den Ball zu. Steffi Herschbach erzielte mit dem 10:28 in der letzten Minute den letzten Treffer zu einem überzeugenden Sieg, der sogar noch deutlich höher hätte ausfallen können, wenn Torwart-Routinier Monika Zeyen im Bocklemünder Tor nicht noch zahlreiche Bälle gut pariert hätte. 

„Nach der Verletztung von Male Stüssel gab es einen deutlichen Bruch in unserem Spiel, den wir nur Dank der souveränen Strafwürfe von Katja Finkelmann überwunden haben. Dies war ungemein wichtig“ empfand Trainer Karl-Heinz Jonas, der v.a. den Neuzugängen Andrea Volmer, Steffi Herschbach und Zydre Zimmermann eine sehr gute Leistung attestierte. „Es ist klasse, wie sich unsere Neuzugänge inzwischen präsentieren – das sind alles sehr gute Verstärkungen. Schade, dass Male mit der Verletzung (Bänderriss) nun bis zum Januar ausfallen wird.“ So Fortuna-Geschäftsführer Tim Klein. 

Für Fortuna trafen:

Zydre Zimmermann (8), Katja Finkelmann (7/6), Nadja Brückner-Zöth (4), Andrea Volmer (3), Steffi Herschbach (3), Annika Jesionek (2), Lena Hahn (1)

 

An diesem Wochenende empfangen die Fortuna-Damen am Sonntag (13:45h) den SV Blau-Weiß Hand, der derzeit auf dem vierten Tabellenplatz mit Kontakt zur Spitze der Liga steht. Im schweren Prestigeduell mit den Gästen aus Gladbach muss die Fortuna auf die verletzte Aufbauspielerin Male Stüssel verzichten. Zudem ist Katja Finkelmann angeschlagen. Karina Schiks und Nina Hahn fehlen wie zuletzt ebenfalls. „Uns ereilt gerade das Verletzungspech, aber das müssen wir so hinnehmen und das Beste daraus machen,“ so Trainer Karl-Heinz Jonas, der zudem auf Janett Stein (privat verhindert) verzichten muss. Auf Basis der zuletzt sehr stabilen Abwehrleistung sollte dennoch ein Erfolg über den Verfolger möglich sein. “Das ist ein absolutes Spitzenspiel und sehr richtungsweisend für uns – mit einem Sieg könnten wir uns über Weihnachten in der Spitzengruppe festsetzen. Das ist unser Ziel – auch wenn es schwer fällt” freut sich Fortuna-Sprecher Tim Klein auf das Spiel.

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