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1.Damen: Teuer bezahlter Sieg gegen Verfolger Hand

Die Oberliga-Damen setzen auch im Prestige-Duell mit Blau-Weiß Hand ihre Siegesserie fort und festigen mit dem 25:18 (10:10) Erfolg ihren zweiten Tabellenplatz – weiterhin punktgleich mit Spitzenreiter Pulheimer SC, der nur knapp einem Punktverlust beim TV Strombach entkam. Überschattet wurde der Sieg von der schweren Knieverletzung von Spielführerin Katja Finkelmann, bei der ein Kreuzbandriss leider nicht unwahrscheinlich ist. Überragende Akteurin auf Seiten der Fortuna war Nicole Hingst, die das Fehlen von Male Stüssel und den Ausfall von Katja Finkelmann mit einer besonders engagierten Leistung kompensierte und dem Spiel ihren Stempel aufdrückte.

Trainer Karl-Heinz Jonas musste im schweren Spiel gegen den Verfolger Blau-Weiß Hand neben den Langzeit-Ausfällen Karina Schiks und Nina Hahn auf Spielmacherin Male Stüssel (verletzt) und Kreisläuferin Janett Stein (privat verhindert) verzichten. Zudem ging Kapitän Katja Finkelmann angeschlagen ins Spiel. Somit waren die Vorzeichen der Begegnung mit dem Lokalrivalen aus Bergisch Gladbach alles andere als gut.

Verunsichert starteten die Kölnerinnen in die Partie und ließen sich gleich zu Beginn von der guten Gäste-Torhüterin Mareike Siewert den Schneid abkaufen – schnell stand es 0:3. Während zunehmend auch Anna Ellereit im Tor der Fortuna ins Spiel fand, gelangen nun vorne auch einige Aktionen, so dass über 2:3 (10.’), 3:5, 4:6 (15.’), 5:7 zumindet der Anschluss gewahrt werden konnte, auch wenn die Blau-Weißen stets in Führung lagen. Erst in der 20.Minute gelang Zydre Zimmermann das 7:7 und damit der erste Ausgleich, doch die Gäste legten umgehend wieder auf 7:9 und 8:10 vor. Nicole Hingst gelang mit einer kraftvollen Einzelaktion in der 27.Minute der Anschluss zum 9:10 – im Jubel lief sie jedoch regelwidrig durch den Anwurfkreis, was eine Zeitstrafe nach sich zog, die mit vereinten Kräften und auf Basis einer guten Abwehr schadlos überstanden werden konnte. Kaum war Nicole Hingst wieder auf dem Feld gelang ihr per Strafwurf 30 Sekunden vor der Pause der Ausgleich zum 10:10 Halbzeitstand.

Auch wenn sich die Fortuna in Durchgang eins eher durchgewurschtelt hatte (7 technische Fehler) und deutliche Abschlussschwächen zeigte (9 Fehlversuche), konnten 9 Paraden von Anna Ellereit sowie die Fehler der Gäste Schlimmeres verhindern. Die zweite Hälfte sollte also anders verlaufen und dafür griff die angeschlagene Spielführerin Katja Finkelmann nun selbst ins Spiel ein. Doch bereits nach zwei Aktionen – es war noch keine Minute gespielt – verletzte sie sich ohne Fremdeinwirkung am Knie. Da die Selbstdiagnose einer solch erfahrenen Spielerin leider in aller Regel sehr treffsicher ist, muss eine schwere Knieverletzung befürchtet werden, die im schlimmsten Fall das Saisonende für sie bedeuten könnte. An dieser Stelle drücken wir die Daumen für die nun folgenden Untersuchungen und wünschen gute und schnelle Besserung!

Nach einer kurzen Phase erholte sich das Team von dem Schock und übernahm fortan das Ruder im Spiel. Steffi Herschbach gelang im Tempogegenstoß nach Zuspiel von Zydre Zimmermann mit dem 12:11 in der 34.Minute die erste Fortuna-Führung. Bis zum 14:13 (42.) blieb Fortuna immer 1-2 Tore vorne, ehe ein vier-Tore Lauf von Carmen Wolf mit einem waghalsigen Heber eingeleitet wurde, den wiederum Nicole Hingst zum 18:13 (49.) abschloss. Die Entscheidung fiel dann endgültig durch Treffer von Nadja Brückner-Zöth, Steffi Herschbach und Nicole Hingst gegen den zunehmend konditionell nachlassenden Gegner als Zydre Zimmermann einen Tempogegenstoß zum 24:16 (54.) abschloss. Hand kam nochmals bis zum 24:18 heran, ehe Andrea Volmer 40 Sekunden vor Schluss mit einem weiteren tollen Heber den Schlusspunkt zu einem am Ende klaren und verdienten Sieg setzte.

„Eine gute zweite Halbzeit mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung hat uns heute den Sieg gebracht. Doch freuen können wir uns aufgrund der Verletzung von Katja heute nicht“ so ein bedrückter Trainer Karl-Heinz Jonas. „Ihr Ausfall für den Rest der Saison wäre natürlich eine Katastrophe – nun drücken wir erstmal die Daumen, dass es vielleicht doch nicht so schlimm ist, wie wir derzeit annehmen“ kommentierte Geschäftsführer Tim Klein den Ausfall der zweiten Rückraum-Mitte Spielerin nach der Verletztung von Male Stüssel in der Vorwoche.

Die Fortuna-Damen sicherten mit dem Erfolg den zweiten Platz – weiterhin punktgleich mit Tabellenführer Pulheim, der beim 31:32-Sieg in Strombach beinahe einen Punkt liegen gelassen hätte. Siebengebirge gewann derweil ungefährdet gegen den HSV Bocklemünd. Mit dem Sieg festigte Fortuna bei nun bereits vier Punkten Abstand zum Tabellenvierten seine Position im Führungstrio der Liga. Am kommenden Samstag geht es daher ohne Druck als Abschluss der Hinrunde zum starken Tabellenfünften ASV Schwarz-Rot Aachen. „Ein äußerst schweres Spiel – aber wir haben nichts zu verlieren, denn wir haben schon sehr viel erreicht. Ein Sieg in Aachen wäre dabei natürlich die Kür“ so Trainer Karl-Heinz Jonas.

Für Fortuna trafen:

Nicole Hingst (6/1), Zydre Zimmermann (5), Nadja Brückner-Zöth (5), Steffi Herschbach (4), Andrea Volmer (2), Katja Finkelmann (1/1), Annika Jesionek (1), Carmen Wolf (1)

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