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1. Herren: Unentschieden gegen den TV Strombach

Es war das von den Fortunen erwartete Spiel: Mannschaftliche Geschlossenheit gegen individuelle Klasse.

Doch von Beginn an.

Strombach trat bis auf einen von beiden ungarischen Neuzugängen in Bestbesetzung an. Die Verletzung von Philip Schmitz merkte man ihm während des gesamten Spieles nicht mehr an.

Fortuna reiste mit 3 angeschlagenen Akteuren ins Oberbergische, was sich zum Ende des Spiels als Nachteil herausstellen sollte.

Fortuna Trainer Bernd Schellenbach schickte eine hochmotivierte und variabel agierende 4:2-Verteidigung aufs Feld, während Strombach sich auf eine 6:0 Formation festgelegt hatte.

Die Anfangsphase gehörte eigentlich den Gästen. Die Abwehr degradierte den Strombacher Angriff zu Statisten, doch konnte man klarste Torchancen nicht verwerten, da man 5 mal freistehend am Strombacher Torwart scheiterte.

„Da hätten wir eigentlich schon 6:1 führen müssen“, ärgerte sich Schellenbach, “Strombach musste sich genau die Würfe nehmen, die wir wollten. Markus Eikelmann im Tor hat von Anfang an einfach sensationell auf die Absprachen reagiert“, lobt der Coach das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torwart. So konnte sich die Fortuna nicht absetzen und die torarme Partie blieb bis zur Pause eng (7:6), da auch der Gastgeber sehr gut verteidigte und ebenfalls einen überragenden Keeper zwischen den Pfosten hatte.

Insgesamt wurde die unterschiedliche Spielphilosophie schnell deutlich. Auf der einen Seite Strombach, das immer wieder durch seine starken Einzelspieler im 1:1 sein Glück versuchte, auf der anderen Seite die Fortuna, die sich über variables und gebundenes Spiel den Abschluss erarbeitete. Leider zeigten sich an der jeweiligen „Entscheiderposition“ die saisonbegleitenden Schwächen im Fortuna-Angriff. „Wir spielen die Abwehr auseinander, doch bei der finalen Aktion entscheiden wir oft noch zu spät oder falsch. Dieser Prozess dauert bei einer fast neuen Mannschaft halt etwas länger“, beurteilt Co-Trainer Björn Kolbe die Situation zu recht.

„Wenn man gesehen hat, wie meine jungen Spieler, die teilweise letztes Jahr noch in der Kreisliga spielten, wie Roman Stabauer, oder lange verletzt waren, wie Fabian Kötzle, die ehemaligen 3.Ligaakteure zur Verzweiflung gebracht haben, dann macht uns das im Trainerteam schon mächtig stolz“, resümiert Schellenbach die kräftezehrende Abwehrarbeit.

Nach der Pause änderte sich am Spiel nur wenig. Die Fortuna blieb in der Abwehr weiter unglaublich stabil, nutzte aber seine Chancen etwas besser, so dass es nach 45 Minuten 12:14 für die Gäste stand. Zu dieser Zeit häuften sich aber auf beiden Seiten die Zeitstrafen, in einer harten, aber immer absolut fairen Partie. (Am Ende hatte jede Mannschaft 11mal 2Minuten auf dem Spielberichtsbogen) „Die Zeitstrafen kann man bei einer erkennbaren Linie der Schiedsrichter ja noch nachvollziehen, doch wir erhalten (in der 3. Spielminute) einen einzigen 7m, Strombach dagegen insgesamt 9, so dass sie 8 Tore vom Punkt aus erzielen konnten. Das war so nicht in Ordnung“, stellt Schellenbach klar.

Beim 12:14 verlor die Fortuna in dem starken Freddy Thom einen ihrer 3 Rückraumspieler durch 3mal 2min. Trotzdem konnten die Südstädter bis zum 14:17 vorne bleiben, da Jens Wiggers und Niclas Elting schön herausgespielte Treffer erzielen konnten. Ab dann machte sich der enorme Kräfteverschleiß gerade bei den angeschlagenen Spielern bemerkbar. „Mein Kollege Maik Thiele schickte immer wieder frische Rückraumakteure auf die Platte, die zunehmend ihre 1:1 Aktionen gewinnen konnten. Uns fehlten da einfach die Alternativen“, so Schellenbach. Beim 17:17 schien das Spiel dann endgültig zu kippen, doch Markus Eikelmann im Tor konnte 3 mal klarste Chancen vereiteln. So ging die Fortuna in Führung und hatte 30 Sekunden vor Ende Ballbesitz. Ein zu früher und misslungener Torversuch eröffnete den Gastgebern unverhofft noch den Gegenstoß, der mit dem Abpfiff in einem 7m endete, den Philip Schmitz sicher zum 18:18 verwandeln konnte.

„In solchen Situationen fehlt uns einfach noch die Abgeklärtheit. Das war schon gegen 7Gebirge, Wahn und Bocklemünd so“, fasst Kolbe zusammen. „Doch die Jungs lernen stetig dazu und der eingeschlagene Weg passt absolut!“

Insgesamt war der Jubel über den Punkt auf Strombacher Seite größer, doch auch die Fortunen freuten sich nach einem solch intensiven Spiel über den Teilerfolg, der das Ziel, Platz 4 zu behaupten, weiterhin möglich macht, auch wenn die Aufgaben in den kommenden Wochen schwierig werden.

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