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1. Herren: Fortuna spielt sich den Frust von der Seele

Wechselhafte Wochen liegen hinter der Schweißer Truppe der Südstadt. Das Ende der Zusammenarbeit zwischen Edi Grunwald und der Fortuna bildeten nach hohen Niederlagen dabei den negativen Höhepunkt. Für die Schweißer Truppe alles andere als eine angenehme Situation. Und trotzdem galt es am vergangenen Wochenende die Köpfe nicht noch weiter in den Sand zu stecken und das Beste aus sich heraus zu holen, um die ebenfalls angeschlagenen Gäste aus Leichlingen zu besiegen.

Die Unsicherheit der Mannschaft war in den ersten Minuten lediglich im Angriffsspiel zu bemerken. Die in den Vorwochen so oft nachlässige Abwehrarbeit war an diesem Tage zu keinem Zeitpunkt das Problem. Insbesondere Lutz Jakubowski und Benjamin Gülicher verdienten sich als „Betonanmischer“ Bestnoten im Mittelblock. Resultat der guten Abwehrarbeit war eine 5:2 Führung nach den ersten 15 Spielminuten. Der vorübergehende „Neucheftrainer“ Björn Kolbe konnte sich danach auch an deutlich gelungeneren Aktionen im Angriff erfreuen. Einfache Auslösehandlungen führten immer wieder zum Erfolg und die Abwehrarbeit blieb zu jedem Zeitpunkt konsequent und zielstrebig. So stand zum Seitenwechsel ein beruhigendes 15:6 auf der Anzeigentafel.

Aufbauend auf diesem verdienten Halbzeitresultat bauten die Schweißer ihre Führung in der zweiten Hälfte Stück für Stück weiter aus. Die Gäste, die trotz des hohen Rückstandes versuchten engagiert dagegenzuhalten, bekamen allerdings auch in Durchgang zwei kein Angriffsbein auf den Boden. Zu wenige Wechselmöglichkeiten auf Seiten der Leichlinger Regionalligareserve und eine zu starke Deckungsarbeit der gesamten Schweißertruppe führten vom 19:7 über 25:8 zu einem nie gefährdeten 31:12 Erfolg. Neben einigen schönen Gegenstoßpässen der Torhüter Eickelmann und Hinkelmann, der zugleich zwei 7-Meter vereitelte, war eine große Bereitschaft des Teams zu erkennen, die schwierigen Tage gemeinsam ad acta zu legen. Zwar muss an der Stelle auch deutlich gesagt werden, dass der Leichlinger TV II an diesem Spieltag nicht in der Form auflief, um ein Gradmesser für eine Wende zu sein, doch lässt sich auf diesem Erfolg aufbauen, sodass sich die Fortuna wieder in ruhigere Fahrwasser befördert.

Torschützen: Hergesell 7, Kupczyk 4, Thom 4, Nowak 3, Gülicher 3, Pastel 3/2, Heinen 2, Kratz 2, Tiziani 2, Wiggers 1

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