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1. Herren: Abends halb acht in Pleis: „Knoppers“ hatte gut gefrühstückt

Die Fortuna gewinnt stark ersatzgeschwächt in Niederpleis mit 23:21 und liegt dabei nie zurück. Trotzdem mussten die Kölner lange um die zwei Punkte bangen ...

 

Gute Defensivleistung in der zweiten Halbzeit bringt zwei Punkte

Die Fortuna kehrte aus Niederpleis mit zwei Punkten im Gepäck zurück. Diese mussten sich die Kölner aber über 60 Minuten hart erkämpfen. „Wir haben zwar nie zurückgelegen, aber es ist uns auch nicht gelungen, uns deutlich abzusetzen und das Spiel frühzeitig zu entscheiden,“ resümiert Stefan Köser, „die Steigerung in der Deckung in der zweiten Halbzeit war dann ausschlaggebend für den Erfolg.“

Erstmals in dieser Saison konnte Stefan Köser in Niederpleis keine 14 Spieler in den Spielberichtsbogen eintragen. Neben Simon Peters und Christoph Biwersi fehlten auch Oliver Kupczyk, Max Huckauf, Tim Laacks, Sebastian Ibald (alle verletzt) Ben Küster und Jan Korsanke. Doch trotz einiger Umstellungen in der Anfangsformation erwischten die Südstädter den besseren Start in die Partie und führten schnell mit 1:3. Diesen Vorsprung konnten die Kölner bis zum 3:6 ausbauen. Nico Nowak setzte Björn Kolbe immer wieder gekonnt in Szene und Thorsten Kratz konnte oft nur siebenmeterreif am Torwurf gehindert werden. Doch nun bauten die Kölner in ihr Spiel einige Fehlwürfe – allein sechs Holztreffer standen zur Pause auf der Habenseite – ein, so dass die HSG durch Tempogegenstöße ausgleichen konnten. Dabei konnte Manfred Hoffmann im Tor, der die ersten beiden Siebenmeter und zwei Tempogegenstöße von Manfred Schnupp parieren konnte, einen Rückstand der Fortuna verhindern. Nach 25 Minuten dezimierte sich die Zahl der einsatzbereiten Fortunen weiter, als der bis dahin starke Björn Kolbe eine zweifelhafte Rote Karte erhielt. In der Folgezeit war es im Angriff der Fortuna immer wieder der sehr gut aufgelegte Sebastian Knopp, der die Kölner in Führung schoss und in den entscheidenden Momenten die Verantwortung übernahm. Kurz vor der Pause konnte Niederpleis dann in Person von Spielertrainer Keno Knittel, der die letzten vier Tore der HSG vor der Pause erzielte, erneut ausgleichen.

 

Nach der Pause kam die Fortuna wieder besser ins Spiel und ging vor allem in der Deckung, die nun von Stephan Schröder und Lutz Jakubowski sehr gut organisiert wurde, konzentrierter zu Werke. Christian Deckarm, Nico Nowak und Sebastian Knopp sorgten für die erneute Drei-Tore-Führung. Diese verwalteten die Kölner nun über lange Zeit der zweiten Halbzeit, wobei eigene Fehlwürfe ein deutlicheres Ergebnis verhinderten. Hinter der guten Abwehr konnte sich Manfred Hoffmann, der 19 Paraden – darunter drei Siebenmeter – zeigte, auszeichnen. In der Schlussphase kam die HSG dann nochmals auf und verkürzte auch aufgrund Ihres häufigen Überzahlspiels auf 20:21. Lutz Jakubowski erzielte im Gegenzug das 20:22 und Manfred Hoffmann parierte auf der Gegenseite den  Siebenmeter von Keno Knittel. Auf der anderen Seite blieb Sebastian Knopp vom Punkt wenig später sicher und brachte mit dem 21:23 die Entscheidung.

„Trotz des kleineren Kaders konnten wir heute in der zweiten Halbzeit in der Deckung zulegen und haben am Ende auch verdient gewonnen,“ sagte Stefan Köser, der sich besonders über die Leistung von Sebastian „Knoppers“ Knopp freute und ein Sonderlob aussprach. Die Fortuna verbleibt damit weiterhin auf dem vierten Tabellenplatz mit vier Punkten Abstand nach unten und drei Punkten nach oben. In der nächsten Woche empfangen die Kölner den TV Palmersheim, der noch gegen den Abstieg kämpfen muss, in der Halle am Südstadion.

S.C. Fortuna Köln: Manfred Hoffmann, Benjamin Scheuer – Sebastian Knopp (8/2), Christian Deckarm (4), Lutz Jakubowski (4), Nico Nowak (3/2), Björn Kolbe (2), Thorsten Kratz (1), Darius Röhling (1), Benjamin Gülicher, Stephan Schröder, Jens Reddmann

Spielfilm: 0:1, 1:3, 3:6, 6:6, 6:8, 8:10, 10:10, 14:14 (HZ), 14:17, 17:20, 18:21, 20:21, 20:22, 21:23

Fotos: T. Schmidt

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