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1. Damen: Zwei hochverdiente Punkte liegen gelassen

Nach überragender erster Halbzeit und toller Mannschaftsleistung spielten unsere Südstadtkanonen die Gäste aus Fritzlar an den Rand einer Niederlage. In den letzten Minuten schwanden jedoch die Kräfte und Fortuna musste sich schließlich mit 25:26 (16:11) dem Favoriten geschlagen geben. Die Enttäuschung über die schon sicher geglaubten Punkte wich bald dem Stolz über ein berauschendes Handballspiel, in dem es fast zu einer Sensation gereicht hätte.

Text: Anna Ellereit, Fotos: T. Schmidt

Fortuna hatte im Hinspiel reichlich Lehrgeld zahlen müssen und sich für die Heimspiel-Revanche vorgenommen, es dem Gegner, der als Tabellendritter als klarer Favorit antrat, so schwer wie möglich zu machen. Die Partie begann ausgeglichen. Vor allem Fortuna-Leistungsträgerin Julia Schumacher startete aber stark in die Begegnung und traf nach acht Minuten bereits zum dritten Mal zum 4:4.

 

Julia Schumacher spielte überragend im Innenblock und linken Rückraum.

Trotz zwischenzeitlicher Unterzahl konnten sich die Gäste aber in der 13. Minute erstmals auf 6:8 absetzen. Fortuna ließ sich aber diesmal – anders als so oft –  durch den Rückstand nicht verunsichern und fand durch Tore von Anna Kochs und Maria Grimberg zum 8:8 wieder zurück in die enge Partie. Es war wenig später Zydre Zimmermann, die ihrem Team die erste Führung des Spiels zum 10:9 erbrachte. In der Folge steigerte sich vor allem Fortuna-Hüterin Anna Ellereit und konnte sich durch einige schöne Paraden auszeichnen. Fritzlar biss sich nun fast zehn Minuten lang an der Kölner Abwehr die Zähne aus und blieb torlos, während die Damen aus der Südstadt konzentriert die Führung ausbauten. Steffi Herschbach am Kreis erhöhte zum 15:10 – die Halle kochte und für Fritzlar kam der Halbzeitpfiff beim Stand von 16:11 keine Sekunde zu früh.

 

Lina Klinnert stieg höher als die Abwehr und traf dreimal von Rückraum-Mitte.

Nach der Pause hatte Fortuna in der Vergangenheit oft nicht wieder ins Spiel zurückgefunden. An diesem Tag war dies aber anders. Fritzlar gab nun natürlich Gas, doch die Südstadtkanonen spielten konzentriert weiter und hielten die Gäste bis zur 51. Spielminute auf vier-Tore-Distanz. Es war in dieser Phase wieder Julia Schumacher, die im Abwehrzentrum und im linken Rückraum stets die Nerven behielt. Hervorzuheben ist  außerdem Spielmacherin Lina Klinnert, die durch schöne Rückraumtreffer die Führung sicherte.

 

Trainer Frontzek mit seinem Funktionsteam vor dem Spiel.

Doch nun begann die Schlussphase der Partie und bei den Gastgeberinnen schwanden die Kräfte. Fortuna leistete sich einige einfache technische Fehler im Aufbauspiel und ließ Fritzlar so zu einfachen Toren kommen. Vor allem die bis dahin eher unauffällige Mittelfrau Esther Meyfarth spielte sich in einen Rausch, überlistete in eins-gegen-eins-Situationen immer wieder die Fortuna-Abwehr und versenkte den Ball im Netz. Sie war es auch, die in der 54. Spielminute den Ausgleich zum 23:23 und wenig später die Führung zum 23:25 erzielte. Ein Schlussspurt der Fortuninnen wurde durch zwei Zeitstrafen in den letzten vier Minuten ausgebremst. Die Partie endete 25:26 für Fritzlar, die Gäste jubelten angesichts der überraschenden Aufholjagd. Trotz der unverdienten Niederlage feierten die Fortuna-Anhänger ihre Mannschaft. Die Fans in der Südhalle hatten ein tolles Handballspiel gesehen.

¡Viva Fortuna!

Für Fortuna spielten und trafen:

Anna Ellereit, Katharina Grimberg (beide Tor), Julia Schumacher (9/3 Tore), Zydre Zimmermann (4), Lina Klinnert (3), Andrea Bonk (3), Anna Kochs (2), Stefanie Herschbach (2), Maria Grimberg (2), Jasmin Weise, Mareen Milse, Ivonne Fuchs, Melanie Kossmann, Male Stüssel

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