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1. Damen: TV Roetgen - SC Fortuna Köln Spielbericht

Von Wiebke Janßen

Trainer Charly Jonas und Co-Trainer Igor Kurtovic mussten erneut auf die Verletzten Nina Hahn (Fuß), Karina Schiks (Schulter) und Judith Schäfer (Reha nach Kreuzband) verzichten. Neuzugang Lena Hahn war ebenso kurzfristig privat verhindert, wie Physio-Neuzugang Tatyana König, die wir ganz herzlich im Funktionsteam begrüßen.

 

Sieg gegen kämpferische Gastgeberinnen

Text: C. Grégàsz

 

Die kämpferischen Gäste aus Roetgen legten gut los und Fortuna starte ähnlich wie in der Vorwoche erstmal mit einigen technischen Fehlern und Fehlversuchen in die Partie. So ging Roetgen knapp in Führung und konnte diese auch bis zum 2:3 in der 12.Minute verteidigen. Immer wieder gelang es Roetgen mit Anika Esser - wie auch immer wieder im weiteren Spiel - den typischen und sehr gut vorgetragenen Spielzug über den Kreis erfolgreich abzuschließen. Und das, obwohl dies die Fortuna-Abwehr eigentlich wusste und sich unter der Woche insbesondere hiermit intensiv im Training auseinandersetzen durfte. Ab der 15.Minute (Anna Ellereit hatte da bereits ihren dritten Siebenmeter gehalten) fing der Fortuna-Angriff dann an, erfolgreich zu werden. Annika Jesionek traf herrlich zum 3:3 Ausgleich (15.) und zusammen mit Wiebke Janßen erhöhte sie dann schnell abwechselnd auf 7:3 (20.). Erst in der 23.Minute traf Roetgen - nach elf torlosen Minuten - mal wieder zum 7:4. Doch auch im Anschluss stand die Fortuna-Abwehr bombensicher. Einen schönen druckvollen Spielzug schloss Carmen Wolf kurz darauf mit einem abgezockten Lob zum 8:4 ab, ehe Heidi Credé per Tempogegenstoß zum 9:4 und Nadja Brückner-Zöth per 7-Meter zum 10:5 (27.) erhöhten. Wiebke Janßen erzielte in der 29.Minute mit dem 11:5 die höchste Führung, die Anika Esser erst kurz vor der Pause per Tempogegenstoß noch auf 11:6 verkürzen konnte. In die Pause gingen die Fortuna-Damen mit einer beruhigenden Führung und einer ab der 12.Minute absolut überzeugenden Leistung. Dies schien endlich mal wieder ein sicherer Sieg werden zu können - so dachte man. Denn Roetgen wäre nicht Roetgen, wenn sie nicht bis zum Schlusspfiff kämpfen würden - dies hatte die Fortuna bereits im Hinspiel der letzten Saison verspüren müssen, als eine fünf Tore Führung (auch damals 11:6!) noch in einem Unentschieden (23:23) endete. Und so kämpften sich auch diesmal die Gäste schnell auf 11:9 (34.) heran, ehe Fortuna auch nur einmal treffen konnte. Immerhin fingen sich die Kölnerinnen dann und nahmen den Kampf an, auch wenn die Ausbeute im Angriff mäßig blieb. Nach 37 Minuten stand es 13:11 und über Minuten leisteten sich die Kölnerinnen einige Fehlwürfe und vier technische Fehler in Folge. Zum Glück traf auch Roetgen drei Schüsse in Folge nicht, konnte aber mit dem 13:12 (42.) erstmals auf ein Tor herankommen. Fortuna-Trainer Charly Jonas reagierte mit einer Auszeit und stellte sein Team neu ein. Annika Jesionek traf dann in der 45.Minute endlich zum umjubelten 14:12 und die stark aufspielende Nadja Brückner-Zöth erhöhte mit drei Toren auf 17:15, während auf der Gegenseite Lena Freyaldenhoven so richtig aufdrehte und mehrfach traf. Fortuna war endlich wieder im Spiel und nahm den Kampf an. Beim 17:16 per Siebenmeter war es nochmals knapp, aber mit zwei herrlichen Toren vom Kreis krönte Heidi Credé ihre gute Leistung zur etwas klareren 19:16-Führung (53.). Zunächst traf Lena Freyaldenhoven noch zum 19:17, verwarf dann aber auch noch zwei gute Chancen. In der 57.Minute erhöhte Sabine Mohsler zum umjubelten 20:17 und mit zwei Stürmerfouls nahm sich der wild anrennende Gegner anschließend die letzten Chancen auf den Ausgleich. Stattdessen erzielte Heidi Credé 60 Sekunden vor Schluss zum endgültig entscheidenden 21:17. Roetgen gelang in der Schlussminute nur noch eine Ergebniskosmetik. "Die kritische Phase zwischen der 42. und 50.Minute hat unser Team ganz hervorragend überstanden und den Kampf überzeugend angenommen" so Trainer Charly Jonas. "Warum wir uns aber überhaupt erst in diese Situation bringen ist mir absolut unverständlich: nur jeweils zwei Tore in den ersten 15 Minuten jeder Halbzeit sind einfach viel zu wenig - das kann ein anderer Gegner hart bestrafen" blickt Fortuna-Geschäftsführer Tim Klein besorgt um sein Nervenkostüm und das Gastspiel beim Favoritenschreck VfL Langerwehe in die Zukunft. Der Aufsteiger aus dem Dürener Umland konnte neben einem Unentschieden gegen Tabellenführer BTB Aachen zuletzt Siege über den Zweiten Pulheim und den zuletzt Vierten Schwarz-Rot Aachen erzielen. Fortuna wird den Gegner am kommenden Samstag (20:00h) aber keinesfalls unterschätzen. "Wir haben Langerwehe mehrfach beobachtet und wissen um die Stärken des Aufsteigers. Das wird ein ganz hartes Stück Arbeit - zu Hause ist Langerwehe nach den letzten Ergebnissen Favorit gegen uns" so Co-Trainer Igor Kurtovic. Auf jeden Fall wird nächste Woche eine wichtige Stütze fehlen: Zeitnehmer Claudio Grégász, zuletzt bei allen Siegen der Fortuna-Damen im Einsatz, weilt im Urlaub, so dass sich Tim Klein wohl wieder selber an den Tisch setzen muss. Mit dem glücklosen Geschäftsführer an der Seite haben die Fortuna-Damen schon seit Ewigkeiten kein Meisterschaftsspiel mehr gewinnen können.

Für Fortuna spielten: Anna Ellereit, Christina Stiegen - Nadja Brückner-Zöth (6/1), Annika Jesionek (4), Heidi Crdé (4), Wiebke Janßen (3), Nicole Hingst (2), Sabine Mohsler (1), Carmen Wolf (1), Ana Arroyo, Katja Finkelmann, Simone Hilger, Tina Dannenberg

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