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1. Damen: Schwache Leistung kostet Punkte

Die Damen des S.C. Fortuna Köln verloren am Samstag das Derby gegen den Dünnwalder TV mit 20:21 (09:12) und zeigten ihre bisher schwächste Saisonleistung.

„Das war kein Handballspiel, das war eine Katastrophe“

Text: W. Janßen, Foto: T. Schmidt

Der Trainer zeigte sich überaus enttäuscht über den Ausgang der Partie: „Diese Niederlage wirft uns weit zurück“, so Thomas Lüttgens nach dem Spiel.

Zwanzig Fehlwürfe, elf technische Fehler und neun Ballverluste – das sind genug Fehler für drei Spiele zusammen.

Von Beginn an fand die Fortuna nicht ins Spiel. Dem Ausgleich nach dem 0:1 (1.) gingen bereits 3 Fehlwürfe voraus.

In der Abwehr ließen die Spielerinnen zu, dass Dünnwald über simple 1:1- Aktionen immer wieder zum Torerfolg kam, die Chancen im Angriff wurden dazu leichtfertig vergeben und so lagen die Gastgeberinnen schnell mit 3:5 (9.) zurück.

Die einzig positive Auswirkung der darauf genommenen Auszeit von Trainer Thomas Lüttgens in der neunten Minute war, dass die Unkonzentriertheiten sich auf die Dünnwalderinnen zu übertragen schienen, denn die Fehler häuften sich nun auch auf der Gästeseite.

Von dem, was die Fortuna in den letzten Spielen ausgezeichnet hatte, nämlich Leidenschaft, Spielfreude und Kampfgeist, war aber weiterhin nur wenig bis überhaupt nichts zu sehen und so verlief das Spiel über 3:6 (12.), 5:7 (15.) und 6:9 (18.) ideenlos und von Fehlern geprägt weiter.

Zwar konnte Claudia Behrens zunächst noch zum 8:9 (25.) aufschließen, doch hatten die darauf folgenden sechs Ballverluste und Fehlwürfe zur Folge, dass man mit einem 9:12-Rückstand die erste Halbzeit beenden musste.

 

[caption id="attachment_6597" align="aligncenter" width="500" caption="Thomas Lüttgens war vom Spiel seiner Mannschaft enttäuscht."][/caption]

Auch nach der Pause vermochte die Mannschaft nicht ihre Unsicherheit abzulegen und so verhinderten technische Fehler und abermalige Ballverluste eine Wende des Spiels. Trotz mehrerer Paraden konnte auch Neuzugang Jana Born im Tor das 11:15 (40.) nicht abwenden. Schließlich war es Lena Hambach, die die einzigen fünf Minuten der Fortuna in Normalform einläutete und zum 12:15 traf. Gemeinsam mit Annika Jesionek und Steffi Herschbach gelang es endlich, sowohl aus dem Positionsangriff als auch über Tempogegenstöße, die gut aufgelegte Dünnwalder Hüterin Vanessa Kramer zu überwinden und mit fünf Toren in Folge die Führung zum 16:15 (46.) herauszuwerfen.

Darauf folgende Fehler und Konzentrationsschwächen im Abschluss, die sich wie ein roter Faden durchs gesamte Spiel gezogen hatten - allein die fünf vergebenen Strafwürfe belegen dies -, machten diesen Zwischenspurt jedoch wertlos und fünf Minuten vor Schluss lag man wieder mit 17:19 zurück. Nur noch vereinzelt schafften es die Spielerinnen, sich im Angriff gefährlich zu machen und Chancen herauszuarbeiten. Nach Anna Kochs’ Ausgleichstreffer konnte die SC-Abwehr während der Schlussminuten die Gäste nur noch strafwürdig stoppen und musste das 19:20 (58.) per 7-m hinnehmen. In Unterzahl gelang es Steffi Herschbach zwar noch zum 20:20 auszugleichen, durch einen weiteren 7-m-Treffer von Monika Biedermann in der letzten Spielminute konnte der DTV die Punkte jedoch mitnehmen.

Eine schwache Partie auf beiden Seiten, die nicht den Anspruch einer Oberliga-Begegnung hatte, brachte somit die 20:21-Heimniederlage ein.

Ein Gutes hat diese Erfahrung jedoch: Die Mannschaft hat nichts, worauf sie sich die Herbstpause über ausruhen könnte und wird die Zeit bis zum nächsten Spiel am 31.10. umso verbissener nutzen, um sich wieder aufzurappeln und gegen die Zweitvertretung des TSV Bayer Leverkusen eine bessere Vorstellung abzuliefern.

Für Fortuna trafen und spielten: Jana Born (9 Paraden), Sandra Schieschnek (für einen 7m) -  Lena Hambach (7/1), Claudia Behrens (4), Steffi Herschbach (4), Anna Kochs (3), Annika Jesionek (2), Svenja Behrens, Lena Hahn, Nicole Hingst, Janett Stein, Carmen Wolf, Katharina Stahl (n.e.)

¡Viva Fortuna!

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