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1. Damen: SC Fortuna Köln - SV Blau Weiß Hand Spielbericht

Die Fortuna-Damen siegten mit 20:19 und holten die ersten Punkte der Saison

 

Krimi mit glücklichem Ausgang

Text: T. Klein

Das Fortuna-Trainergespann Charly Jonas und Igor Kurtovic konnte wieder auf Karina Schiks (vor der Hochzeitsreise: Schneider) und die Neuzugänge Annika Jesionek (Brühler TV) und Ana Arroyo (TV Strombach II) zurückgreifen. Heidi Credé (Knie), Nina Hahn (Fuß) und Judith Schäfer (Reha nach Kreuzbandriss) fehlten erneut verletzt. Ina Westerhoff war privat verhindert. Das Spiel wurde von den glänzenden Torwartleistungen auf beiden Seiten bestimmt. Während Fortuna-Torfrau Anna Ellereit mit 15 Paraden glänzte, konnte ihre Gegenüber Sarah Esser insgesamt sogar 17 Würfe entschärfen. Zudem traf Fortuna noch viermal den Pfosten und schoss noch 5 Würfe neben das Tor. Hand leistete sich zugleich dreimal Holz. Bei den zahlreichen Strafwürfen gelang Hand 6 Treffer bei 11 Versuchen, während Fortuna mit ähnlich schwacher Quote nur 3 von 6 Siebenmeterchancen verwerten konnte. Aber nun zum Spielverlauf: Hand legte sofort gut los uns giing 0:2 und 1:3 in Führung. Über Nadja Brückner-Zöth und zwei Treffer von Katja Finkelmann gelang es den Kölnerinnen in der 5.Minute dann aber erstmals mit 4:3 in Führung zu gehen. Keiner ahnte, dass dies für die nächsten knapp 50 Minuten die einzige Führung bleiben sollte. Zunächst konnten sich die Gäste auf 4:7 (12.) absetzen, da Sarah Esser anfing das Hander Tor zu vernageln. Nun fand auch Anna Ellereit im Tor der Fortuna ins Spiel und zimmerte ihrerseits ihren Kasten zu. Das Spiel ging hin und her, doch lange traf keiner. Erst in der 19.Minute traf Nadja Brückner-Zöth wieder (5:7). Diana Brandes für Hand und Tina Dannenberg ließen das 6:11 (21.) folgen. Während Fortuna daraufhin weiterhin alle Chancen ausließ, gelang bei den Blau-Weißen insbesondere Lisa Grunden wieder Tore. Hand zog auf 6:11 (27.) davon, blieb in den letzten Minuten aber wieder vermehrt in der Kölner Deckung hängen, was Karina Schiks per 7-Meter wenigstens noch zum 7:11 Anschluss zur Halbzeit nutzen konnte. Durchgang zwei lief ähnlich weiter und Hand konnte seine Führung bis zum 12:17 (41.) mit 4-5 Toren weitestgehend konstant halten. Plötzlich hielt Anna Ellereit nun aber fast jeden Ball und bei den restlichen Würfen half etwas glücklich der Pfosten. Die Fortuna-Damen brauchten aber auch ihrerseits eine ganze Weile, diese Chance zu nutzen. Nach einem Siebenmeter und dem ersten Treffer von Neuzugang Annika Jesionk, konnte Katja Finkelmann erst in der 50.Minute auf 15:17 verkürzen. Nun platzte der Knoten und die nächsten Würfe saßen alle, so dass in der 53.Minute erstmals wieder eine vielumjubelte 18:17 Führung von Nadja Brückner-Zöth herausgeworfen wurde. Doch Hand war noch nicht besiegt und konnte seinerseits durch zwei Treffer von Steffi Döhring mit 18:19 in Führung gehen. Tina Dannenberg konnte kurz danach auf 19:19 ausgleichen (58.) und das Spiel hing an einem seidenen Faden. 16 Sekunden vor Schluss erlöste Nadja Brückner-Zöth mit dem 20:19 die Fortuna-Fans und zumindest ein Punkt war hier schon gerettet. Die letzten Sekungen gestalteten sich hektisch und Fortuna geriet abermals in Unterzahl. Vier Sekunden vor Schluss hatte Hand noch einen Freiwurf in aussichsreicher Situation und die erfahrene Esther Imping ließ es sich nicht nehmen, nun noch mal das Feld zu betreten (angeschlagen hatte die starke Spielmacherin zuvor so gut wie gar nicht gespielt). Doch die ansonsten so sichere Imping setzte ihren harten Wurf neben das Fortuna-Tor und so kannte der Jubel bei Team und Fans keine Grenzen mehr. Mit der dritten Führung im gesamten Spiel gewinnt Fortuna zwei ganz wichtige Punkte gegen den Favoriten und kann nun ohne besonderen Druck nächste Woche zum unangenehmen Auswärtsspiel nach Nümbrecht reisen. Vermutlich wird dann auch deren stärkste Spielerin Lena Köpplin nach ihrer Verletzung wieder dem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Trainer Charly Jonas musste nach diesem Krimi erstmal schwer durchatmen und der Puls von Geschäftsführer Tim Klein brauchte eine Weile sich zu beruhigen. "In der letzten Saison haben wir genau solche Spiele am Ende immer noch knapp verloren - alleine dreimal mit nur einem Tor. Das letzte Mal, dass wir so knapp gwonnen haben, war im Oktober 2005 gegen Flittard. Das alles macht mir Hoffnung für diese Saison." berichte Klein schmunzelnd. Er gab aber auch zu, dass man sicherlich Glück hatte, dass die starke Esther Imping nicht voll einsätzfähig gewesen sei: "Mit ihr ist Blau-Weiß Hand nochmals deutlich gefährlicher." Bereits am morgigen Montagabend müssen die Damen in der 1.Runde des Kreispokals zum Longericher SC (Kreisklasse). Klar favorisiert reist Fortuna dann nach Chorweiler und kann die zusätzliche Trainingseinheit gut nutzen, um Torhüterin Christina Stiegen, Karina Schneider (nach Flitterwochen) und den Neuzugängen Annika Jesionek und Ana Arroyo Spielpraxis zu geben.

Für Fortuna spielten und trafen: Anna Ellereit (TW, 1.-60.), CHristina Stiegen (für einen 7m) - Nadja Brückner-Zöth (5), Tina Dannenberg (5), Katja Finkelmann (3), Karina Schiks (geb. Schneider) (3/3), Annika Jesionek (2), Simone Hilger (1), Carmen Wolf (1), Nicole Hingst, Sabine Mohsler, Ana Arroyo (o.E.)

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