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1. Damen: Mit Fortuna und Siegeswillen die Punkte entführt

Das wohl bisher wichtigste Spiel im Kampf um den Klassenerhalt gegen die roten Löwinnen aus Bascharage konnten die 1. Damen nach einem unglaublich spannenden Spiel und mehreren Aufholjagden mit 21:23 (14:10) für sich entscheiden. Dabei sah es über 50 Minuten alles andere als nach einem Sieg aus.

Fotos: T. Schmidt

 

Die Südstadtkanonen kamen mit deutlicher Verspätung angereist und hatten sich bereits im Bus bis auf die Schuhe umziehen müssen, um noch pünktlich zum Anpfiff der Partie im luxemburgischen Bascharage aufzulaufen. Die Unruhe merkte man den Domstädterinnen deutlich an und so war die Anfangsphase von zahlreichen Ballverlusten und kopflosen Aktionen geprägt. Nachdem die Löwinnen ihre erste Führung per Strafwurf zum 1:0 herauswarfen, konnte Zydre Zimmermann zwar direkt ausgleichen, doch Bascharage setzte nach und netzte munter im Kölner Tor ein. Nach dem 3:1 (5.) bot sich den Zuschauern ein auf beiden Seiten wenig attraktives, dennoch spannendes Spiel, bei dem die Gastgeberinnen stets ihren 2-Tore-Vorsprung verwalten konnten (4:2 - 6:4 - 8:6 (15.)).

 

Traf sicher von Rechtsaußen: Jasmin Weise.

In der 15. Minute nahm Fortuna-Trainer seine erste Auszeit und versuchte die Mannschaft aufzuwecken, was nach dem Ausgleich zum 8:8 (17.) durch Zydre Zimmermann durchaus geglückt zu sein schien. Doch nachdem Julia Schumacher den vorerst letzten Ausgleich zum 9:9 erzielte, stellten die Südstadtkanonen plötzlich das Handballspielen in Gänze ein. Die Gastgeber kamen gleich zu vier Toren in Folge und schienen beim 13:9 (26.) die Hoffnungen auf einen Punktgewinn der Fortuna zu begraben. Als dann auch noch in der letzten Sekunde der 1. Halbzeit das 14:10 im Kölner Tor klingelte, sanken die Köpfe der Spielerinnen noch weiter zu Boden.

 

Male Stüssel (rechts) arbeitet in der Abwehr.

In der Halbzeitansprache setzte Trainer Frontzek auf positive Unterstützung seiner Mannschaft und appellierte an den Kampfgeist der Südstadtkanonen. Seine Worte fanden Gehör, denn innerhalb weniger Minuten gelang es den Kölnerinnen, die völlig verdutzten Luxemburgerinnen um ihren komfortablen Vorsprung zu bringen, als Julia Schumacher, Jasmin Weise und Zydre Zimmermann zum 14:13 (35.) aufschlossen. Doch statt das Momentum zu nutzen und die Partie in der folgenden Überzahl zu drehen, bestärkte man die Gastgeberinnen erneut, indem man selbst gleich 2 schnelle Tore kassierte. Beim 18:13 (39.) und dem ersten 5-Tore-Vorsprung der Löwinnen war klar, dass das kurze Aufbäumen nach Wiederanpfiff viel zu wenig war, um das Spiel für sich entscheiden zu können. Was nun folgte, sucht allerdings seines Gleichen, denn plötzlich besann sich Fortuna ihrer Kräfte und legte wie aus dem nichts einen 7:0-Lauf hin, der in einer 18:20-Führung (52.) durch Jasmin Weise gipfelte – der ersten Fortuna-Führung des Spiels. Eine Zeitstrafe für Male Stüssel drohte die Mannschaft erneut zu verunsichern, doch von den mitgereisten Fans getragen bewies an diesem Tag allen voran Jasmin Weise Nervenstärke und netzte sowohl zum 19:21 (52.) als auch zum 20:22 (56.) ein. In dieser packenden Phase meinte es dann auch Fortuna gut mit den Kölnerinnen und so scheiterten die Gastgeberinnen mehrfach am Pfosten, sodass es nicht zum erneuten Ausgleich kam.

In der letzten Spielminute zeigte auch Julia Schumacher vom 7-m-Punkt noch einmal ihre Stahlnerven und sorgte mit ihrem Treffer für die Entscheidung. Völlig aufgelöst feierten Spielerinnen und Fans den 21:23-Sieg und die schon verloren geglaubten Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Besonders loben wollte der Trainer nach Abpfiff seine Rechtsaußen Jasmin Weise, die in der entscheidenden Phase ihrer Mannschaft Tor um Tor schenkte, und auch Abwehrspezialistin Male Stüssel, die die gefährliche Kreisläuferin der Luxemburgerinnen in den Schlussminuten ein ums andere Mal spielentscheidend im Griff hatte.

¡Viva Fortuna!

Es spielten und trafen: Anna Ellereit, Anke Balmert (beide Tor), Julia Schumacher (8/4), Jasmin Weise (5), Zydre Zimmermann (4), Andrea Bonk (3), Mary Grimberg (1), Lina Klinnert (1), Male Stüssel (1), Steffi Herschbach, Melanie Kossmann, Mareen Milse.

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