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1. Damen: Knapper 15:16 Sieg in Langerwehe

Die schlechteste Saisonleistung reicht den Fortuna-Damen am Ende doch noch zum glücklichen Sieg beim VfL Langerwehe. Ohne Najda Brückner-Zöth, Zydre Zimmermann, Carmen Wolf und Karina Schiks bleibt der Angriff drucklos. Einzig eine stabile Abwehrleistung sorgt schließlich für den doppelten Punktgewinn im Dürener Umland.

Bei den Fortuna-Damen fehlten mit Nadja Brückner-Zöth, Zydre Zimmermann, Carmen Wolf sowie Karina Schiks eine Reihe von Stammspielerinnen beim Auswärtsspiel in Langerwehe. Der Gegner hatte in den ersten Partien beachtliche Ergebnisse gegen die Teams der unteren Region erzielt und lag mit ausgeglichenem Punktekonto absolut im Soll. Schon im Vorfeld vermutete man im Lager der Kölnerinnen daher eine knappe Partie. Der wirkliche Spielverlauf gestaltete sich dann aber unnötig nervenaufreibend.

Fortuna begann nervös mit zwei unglücklichen Pfostentreffern von Male Stüssel und zwei Fehlversuchen, so dass Langerwehe gleich mit 2:0 in Führung gehen konnte. Katja Finkelmann fand aber die richtige Antwort und glich in der 8.Minute zum 2:2 aus. Die starke Sonja Gastgeberinnen im Rückraum der Gastgeberinnen nutzte aber weitere technische Fehler der Kölnerinnen sofort wieder konsequent aus und erhöhte auf 4:2 (12.Min.). Nun fanden die Fortuna-Damen endlich besser ins Spiel und konnten nach Toren von der agilen Steffi Herschbach und sowie zweimal Janett Stein vom Kreis ihrerseits in der 15.Minute erstmals mit 4:5 in Führung gehen. Erneut glich Gillissen aus und die Spielerin Winhuysen (Langerwehe) erhielt nach einem groben Foulspiel bereits in der 19.Minute die rote Karte, nachdem sie Simone Hilger in der Luft im Wurfversuch von hinten in den Arm griff und zu Boden riss. Simone Hilger musste behandelt werden, konnte aufgrund der starken Schmerzen aber im kompletten Spiel nicht mehr zum Einsatz kommen. Eine doppelte Überzahl (wg. Meckern) konnten die Kölnerinnen fortan aber nicht konsequent nutzen. Erstaunlicher Weise war es dann eine eigene Unterzahl, während der Male Stüssel und Steffi Herschbach vom 6:6 (24.Min) auf 6:8 erhöhen konnten. Nun stand die Kölner Abwehr immer stabiler und mit Treffern von Lena Hahn und Nicole Hingst bauten die Fortuna-Damen bis zur Pause die Führung auf 6:10 aus, leisteten sich in dieser Phase aber dennoch den Luxus von drei technischen Fehlern in zwei Minuten.

So konnte man glauben, dass die Kölnerinnen nun das Spiel in der Hand hätten und in Durchgang zwei nur konsequenter runterspielen müssten. Doch zunächst schloss Langerwehe in der 35.Minute nach Toren von Spielertrainerin Heike Schnalle zum 9:11 auf. Steffi Herschbach, Male Stüssel und schließlich Nicole Hingst erhöhten dann aber bis zu 48.Minute kontinuierlich auf 10:16, auch wenn sich weiterhin immer wieder technische Fehler einschlichen. Mit diesem letzten feinen Tor von Nicole Hingst über Linksaußen war das Spiel der Kölnerinnen jedoch plötzlich vorbei. Kein einziger weiterer Treffer wollte von diesem Moment an mehr gelingen. Mehrere Pfostentreffer und verworfene Siebenmeter folgten, während die einzigen beiden Aktivposten auf Seiten der Gastgeberinnen (Gilissen und Schnalle) zwischendurch immer wieder trafen – auch wenn deutlich mehr Bälle in der Abwehr bzw. bei Torhüterin Anna Ellereit hängen blieben. Als Fortuna in der 58.Minute beim 14:16 dann bereits den dritten Siebenmeter über das Tor setzte, wurde es plötzlich nochmals richtig eng. Ellereit parierte einen Wurf von außen und dreißig Sekunden vor Schluss hatte Fortuna erneut die Siebenmeter-Chance – die erneut vergeben wurde (welch Luxus). Zehn Sekunden vor Schluss tankte sich erneut Sonja Gillissen durch und verkürzte auf 15:16. Die letzten Sekunden verstrichen und die Kölnerinnen kamen bei ihrer Maßarbeit mit zwei saftig blauen Augen davon. Böse Erinnerungen an die letzte Saison waren bereits wieder hoch gekommen, als Fortuna in der 58.Minute bereits mit 21:24 führte und am Ende ein 24:24-Remis hinnehmen musste.

„Das war ziemlich schrecklich – ich konnte mich selten über einen Sieg so wenig freuen“ so ein zerknirschter Tim Klein. „Einzig die wirklich gute Abwehrleistung und ein engagiertes Spiel von Steffi Herschbach“ bleiben positiv in Erinnerung. Das Fehlen einiger Spielerinnen wollte er hingegen nicht gelten lassen, denn die Qualität der verfügbaren Spielerinnen sollte auch gegen ein Team aus dem Mittelfeld der Tabelle ausreichen, um für einen entspannteren Spielverlauf zu Sorgen. „Wir müssen dann ja nicht hoch gewinnen, aber man sollte doch das Gefühl haben, dass wir das Spiel hier grundsätzlich über 60 Minuten kontrollieren können“.

Die Fortuna-Damen belegen damit nach 7 von 22 Spielen weiterhin den dritten Tabellenplatz der Oberliga Mittelrhein. Für das Spitzenspiel gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer Pulheimer SC bedarf es aber wohl einer Leistungsexplosion, um in eigener Halle (Sonntag, 13:45h) nicht böse unter die Räder zu kommen. „Die Favoritenrolle ist spätestens nach diesem Spiel klar verteilt“ so Trainer Karl-Heinz Jonas, der für das kommende Wochenende wieder auf die ein oder andere Rückkehrerin in den Kader hofft.

Für die Fortuna trafen:

Steffi Herschbach (4), Nicole Hingst (3), Katja Finkelmann (2), Male Stüssel (2), Janett Stein (2), Lena Hahn (2/1), Andrea Volmer (1)

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