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1. Damen: Glück gehabt

Im Auswärtsspiel bei der HSG Gedern-Nidda schaffen es die Südstadtkanonen die mangelnde Geduld im Angriff und die großen Lücken in der Abwehr durch Einsatz und mit etwas Glück wettzumachen und holen damit die nächsten zwei Punkte in die Südstadt.

Text: Kerstin Jordens, Fotos: Thomas Schmidt

Am Samstag ging es für die Südstadtkanonen und ihre Fans im Mannschaftsbus in Richtung Hessen. Die Mannschaft um Trainer Jannusch Frontzek hatte unter der Woche mit nahezu allen Spielerinnen trainieren und sich gut auf den Gegner vorbereiten können. Die Südstadtkanonen fuhren somit mit ausreichendem Wissen über die Stärken und Schwächen des Gegners und der Zuversicht, zwei Punkte einfahren zu können, zur HSG Gedern-Nidda.

 

 

Zydre Zimmermann sicherte ihrem Team den Sieg mit neun Treffern.

 

Kurz nach der Ankunft zeigten die mitgereisten Fans, wer in den kommenden 60 Spielminuten mindestens die Lautstärke betreffend das Zepter (oder die Drum Sticks) in der Hand halten würde. Hinsichtlich der spielerischen Oberhand war dies nach dem Anpfiff der Partie auf dem Spielfeld nicht so eindeutig feststellbar. So konnte sich in der Anfangsphase keines der Teams absetzen. Trotz Tempospiel und des Wissens über den Gegner gelang es den Südstadtkanonen nicht, sich wie geplant abzusetzen. Nachdem Sabine Eisenacher (Nr. 17, mit 7 Treffern eine der erfolgreichsten Spielerinnen) ungeachtet der Vorgabe, in der Abwehr ein besonderes Augenmerk auf sie zu haben, in der zehnten Minute ihren vierten Treffer zum 5:5 erzielte, und den Südstadtkanonen im Angriff kein Tor mehr gelang, nahm Trainer Jannusch Frontzek eine Auszeit. In der Folgezeit hagelte es seitens der Schiedsrichter auf beiden Seiten weiterhin gelbe Karten und die ersten 2 Minuten-Strafe für die HSG Gedern-Nidda, die sich trotzdem für kurze Zeit mit zwei Treffern absetzen konnten (7:5, 18. Minute). Durch einen verwandelten Strafwurf durch Zydre Zimmermann und ein Überzahl-Tor durch Julia Schumacher kamen die Südstadtkanonen wieder heran. Der gegnerische Trainer reagierte mit einer Auszeit (24. Minute). Bis zur Halbzeitpause schafften es die Südstadtkanonen dann, sich auf 8:11 abzusetzen. Maßgebend war hier wiederum Zydre Zimmermann, die für ihr Team drei Tore in Folge erzielte.

 

Anna Ellereit konnte sich im Tor auszeichnen.

Doch der herausgearbeitete Vorsprung hielt nicht lange an. Bereits in der 36. Minute hatte sich dieser amortisiert (12:12). Beide Teams schenkten sich weiterhin nichts (15:15). Da sich aber die Lücken in der Abwehr der Südstadtkanonen nicht schließen ließen und die Geduld im Angriff fehlte, konnte sich das Team der HSG Gedern-Nidda erneut auf 17:15 (46. Minute) absetzen. Trainer Jannusch Frontzek reagierte wiederum mit einer Auszeit und versuchte seine Mannschaft an die Vorgaben zu erinnern. Den Südstadtkanonen gelang es infolgedessen zunächst bis auf 19:18 wieder heranzukommen (50. Minute) und nach einer darauf folgenden Auszeit der HSG Gedern-Nidda sogar zum 19:19 auszugleichen. Nachdem die Südstadtkanonen dann abermals in Rückstand gerieten (21:19), war es erneut Zeit für eine Auszeit. Es galt die durch den Kampf nun deutlich erhitzen Gemüter zu beruhigen und dem Team eine kurze Pause zu gewähren. Die Auszeit zeigte Wirkung: Die Südstadtkanonen konnten den Rückstand aufholen und zum 21:21 ausgleichen (58. Minute). Wieder versuchte der gegnerische Trainer den Lauf der Fortuna durch eine Auszeit zu unterbrechen. Dies gelang zunächst nicht. Ines Sistig erzielte daraufhin in der 59. Minute den Führungstreffer zum 21:22. Doch die Südstadtkanonen hatten den Sieg noch nicht in der Tasche. Auf der Gegenseite konnte sich die HSG Gedern-Nidda wiederum durchsetzen und erhielt einen Strafwurf, den die an diesem Tag stark aufspielende Anna Ellereit allerdings im Folgenden parieren konnte. Nach einem erfolglosen weiteren Angriff der Südstadtkanonen und einem schnellen Gegenangriff der Heimmannschaft war der Ausgleich für die HSG Gedern-Nidda noch einmal nah (60. Minute). Dieser Versuch endete dank einer sich aufopfernden Melanie Kossmann (2 Min.-Zeitstrafe) jedoch mit dem Schlusspfiff lediglich in einem Freiwurf, der am Ende keine Gefahr mehr für den Sieg darstellte.

 

Die Südstadtkanonen bejubeln die nächsten zwei Punkte.

Die Zuschauer auf der Tribüne und die Spielerinnen auf der Bank sahen kein schönes, aber ein spannendes Spiel, das von Zweikämpfen, Zeitstrafen und Auszeiten geprägt war. Beide Teams hätten den Sieg verdient. Am Ende reichte es glücklicherweise für die Südstadtkanonen, die nun zwei Punkte auf der Habenseite verbuchen können.

¡Viva Fortuna!

Für die Südstadtkanonen spielten:

Anna Ellereit und Anke Balmert (Tor), Zydre Zimmermann (9/4), Melanie Kossmann, Mareen Milse, Anna Kochs (1), Lina Klinnert (3), Julia Schumacher (4/2), Stefanie Herschbach (1), Maria Grimberg (2), Ines Sistig (2), Jasmin Weise.

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