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Sieben auf einen Streich: Wie es bei den Fortuna-Frauen nach dem Pokalsieg weiter geht

Von Stefan Kleefisch

Der Jubel auf dem Feld war nur der Auftakt für eine lange Partynacht, die erst in den frühen Morgenstunden im Vereinsheim endete. Mit einem 2:0-Erfolg gegen den Ligarivalen Vorwärts Spoho sicherten sich die Fortuna-Frauen vor 747 Zuschauern im Troisdorfer Aggerstadion bereits zum siebten Mal in Folge den Sieg im Schaebens-Pokal.

Marc Gertzen verfolgte den siebten Triumph mit gemischten Gefühlen. Der Fortuna-Trainer wird sein Amt zum Saisonende niederlegen und sich künftig ausschließlich auf seine Rolle als Sportlicher Leiter in der Kölner Südstadt konzentrieren. „Ja, es ist nun ein überschaubarer Zeitraum noch. Es war nochmal eine sehr intensive Zeit und ich bin froh, dass sich das Team für die harte Arbeit belohnt hat. Ich habe die Zeit mit der Mannschaft genossen, aber bin auch froh ab Sommer in die Rolle des sportlichen Leiters zurückzugehen. Beides in Personalunion ist auf Dauer nicht möglich“, sagt Marc Gertzen. „Die Nachfolge ist noch nicht spruchreif. Wir möchten auch ungern Wasserstandsmeldungen rausgeben. Es wird aber mit Hochdruck an einer guten Lösung gearbeitet“, so Gertzen.

Zum Spielverlauf: Sieben Minuten nach Wiederanpfiff stoppte Spoho-Torhüterin Jana Theisen die Kölner Angreiferin Vivien Schwing außerhalb des Strafraums und sah für diese Notbremse die Rote Karte. In Überzahl erhöhte die Fortuna den Druck und drängte auf den Führungstreffer. Dieser fiel in der 71. Minute: Svenja Streller traf per Kopf, ausgerechnet Streller, die ihre Karriere im Sommer beenden wird. Die Vorlage kam von der eingewechselten Danielle Bender, die in der Nachspielzeit selbst zum 2:0 traf (90.+3) und damit alles klarmachte.

„Für Svenja war es sicher das verdiente Highlight der Saison zum Abschluss der Karriere. Und es ist dann umso schöner, dass sie auch noch das 1:0 machte. Wir tun sicher gut daran, sie weiter an den Verein zu binden. Ihre Erfahrung und ihren Torriecher müssen wir ersetzen, da sind wir mit Spielerinnen auch in fortgeschrittenen Gesprächen“, sagt Gertzen, der bereits intensiv die kommende Saison plant. Dann soll die Qualifikation zur 3. Liga gelingen. „Generell möchten wir uns gezielt verstärken. Sobald wir fixe Transfers haben, werden wir diese präsentieren. Erfahrungsgemäß nimmt das Transferfenster im Juni richtig Fahrt auf“, so Gertzen. Er ergänzt: „Wir sind aber auch froh, dass wir mit allen Leistungsträgern und Talenten des aktuellen Kaders für die neue Saison planen können. Ein starkes Zeichen des Zusammenhalts dieser Mannschaft.“

 

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