S.C. Fortuna Köln e.V.

Neue Saison, neues Team: U23 setzt auf Fortunas Nachwuchs

Von Stefan Kleefisch
U23-Trainer Iraklis Metaxas.

Am 30. August startet die U23 der Fortuna mit einem Heimspiel gegen Aufsteiger FSV SW Neunkirchen-Seelscheid in ihre achte Mittelrheinliga-Saison in Folge. Nach einer erfolgreichen vergangenen Spielzeit, in der der Klassenerhalt frühzeitig gesichert wurde, gehen die Südstädter mit einem stark verjüngten Kader in die neue Saison.

In der vergangenen Saison belegte die Mannschaft von Cheftrainer Iraklis Metaxas am Ende den zehnten Tabellenplatz. Mit 45 Punkten stellte die U23 dabei eine neue Bestmarke für die Fortuna in der fünfthöchsten Spielklasse auf. Der Abstand zur Abstiegszone betrug 29 Punkte. Besonders auswärts präsentierten sich die Südstädter stark und feierten dabei acht Siege.

„Wir waren mit dem zehnten Platz sehr zufrieden. Wir hatten den besten Punkteschnitt in der Geschichte unserer zweiten Mannschaft und haben den Klassenerhalt frühzeitig gesichert“, sagt Pressesprecher Stefan Kleefisch. „Mit Iraklis Metaxas haben wir vor einem Jahr einen Trainer dazu bekommen, der hervorragend arbeitet und junge Spieler fördert. Zudem arbeitet er in sehr enger Abstimmung mit Matthias Mink, dem Trainer unserer ersten Mannschaft. Diese Zusammenarbeit ist für uns sehr wichtig.“

Nach dem Karriereende der Routiniers Mario Weber und Joran Sobiech wurde die ohnehin junge Mannschaft in diesem Sommer noch einmal deutlich verjüngt. Gleich elf Spieler aus der eigenen U19 rückten in den Kader auf, dazu kamen drei weitere U19-Neuzugänge. Nach dem Abschied von Weber und Sobiech ist Gjorgji Antoski der einzige verbliebene erfahrene Spieler im Team. Der 34-Jährige geht in seine fünfte Saison bei der Fortuna und bringt die Erfahrung von bislang 91 Einsätzen, 17 Toren und 20 Assists mit.

Gleichzeitig ist es gelungen, alle Spieler zu halten, mit denen die Fortuna auch in der neuen Saison geplant hat. Dazu gehören Innenverteidiger Aleksandar Georgiev, Außenverteidiger Emre Aksoy, die Mittelfeldspieler Akim Kister und Jibeom Seo, die Angreifer Jamal Issifou und Luke Eismann, der langzeitverletzte Narius Mofa sowie Torhüter Pascal Zink.

„Wir hatten einen sehr großen Umbruch und sind sehr stolz darauf, dass wir elf eigene Spieler aus der erfolgreichen U19 in den Kader integriert haben. Das spricht erneut für unsere exzellente Jugendarbeit, und dass trotz teilweiser sehr schwieriger Arbeitsbedingungen“, betont Kleefisch. „Mit Mario Weber und Joran Sobiech haben wir leider zwei erfahrene Spieler verloren, die nur schwer zu ersetzen sind. Aber unsere U23 ist eine Nachwuchs- und Ausbildungsmannschaft und wir sind mit der Transferphase sehr zufrieden.“ Einen weiteren Trumpf sieht Kleefisch im gewachsenen Teamgeist: „Viele Spieler kennen sich bereits mehr oder weniger seit Jahren. Das kann uns gerade in einer so jungen Mannschaft helfen.

Die elf Eigengewächse, die nun den nächsten Schritt machen, hatten in der vergangenen Saison bereits Historisches geleistet. Gemeinsam mit der U19 sicherten sie erstmals in der Vereinsgeschichte den Klassenerhalt in der Bundesliga. Gegen Ende der vergangenen Spielzeit sammelten die meisten von ihnen zudem bereits erste Erfahrungen in der Mittelrheinliga.

„Unsere jungen Wilden werden mit Sicherheit einen Lernprozess in der Liga durchlaufen. Ab und zu werden sie an ihre Grenzen stoßen und daraus lernen. Die Mannschaft muss sich dennoch keinesfalls vor der Konkurrenz verstecken“, sagt Kleefisch.

Auch die Vorbereitung macht Mut für die neue Saison. Die Fortuna gewann bislang alle vier Testspiele. Auf einen 3:0-Erfolg beim Oberligisten Holzheimer SG folgte ein 5:0 beim Landesligisten SV Helpenstein. Anschließend setzte sich die U23 zu Hause mit 4:2 gegen den Oberligisten TSV Meerbusch durch, beim Landesligisten SV Schönenbach gelang ein deutlicher 6:0-Erfolg, zuletzt siegte die U23 beim Mittelrheinliga-Konkurrenten BW Königsdorf mit 4:3. 

Kader, Tor: Pascal Zink, Wyn Neumann. Abwehr: Ilias Koaibi, Filip Jolic, Salim Qriqra, Nils Gernhardt, Sydney Afamefuna, Aleksandar Georgiev, Emre Aksoy. Mittelfeld: Bruno Schmitt, Fynn Meurer, Niclas Nücken, Alan Mamo, Joshua Sticker, Felix Bungart, Gjorgji Antoski, Akim Kister, Jibeom Seo. Angriff: Luke Eismann, Jamal Issifou, Jaden Asamoah, Ben Brauweiler, Thierry Abessouguie. 

Zugänge: Ilias Koaibi (Sportvereinigung Deutz 05), Bruno Schmitt (FC Viktoria Köln), Fynn Meurer (MSV Duisburg), Jaden Asamoah (Alemannia Aachen), Wyn Neumann, Filip Jolic, Salim Qriqra, Nils Gernhardt, Sydney Afamefuna, Niclas Nücken, Felix Bungart, Alan Mamo, Ben Brauweiler, Joshua Sticker, Thierry Abessouguie (alle eigene U19). 

Abgänge: Amin Ayoola (SV Schlebusch), Ridouan Mohallik (FC Hennef), Amadou-Sadio Camara (SpVg Porz), Salvatore Giambra, Marlon Monning (beide SV Eintracht Hohkeppel), Kiran Mauersberger (SC Rheinbach), Simon Schwedes, Julian Zielinski (beide SpVg Frechen 20), bereits im Winter: Maximo Valente (Argentinien), Gabriel Paczulla (SV Wegberg-Beeck), Seldin Djedovic (Twente Enschede Akademie), Gustavo von Aschwege (Chlodwig Zülpich), Francesco di Gregorio (TuS Ennepetal). 

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