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Der S.C. Fortuna Köln geht in der Ausbildung im Kinderfußball neue, innovative Wege!

Von Raimunt Zieler

Als einer der ersten Vereine in Köln unterstützt und fördert Fortuna Köln die Umsetzung einer organisierten FUNiño-Spielrunde im Kinderfußball. In einem Pilotprojekt, dem sich insgesamt acht Kölner Vereine angeschlossen haben, spielen ab sofort die Jungfortunen unserer U8 anstelle des klassischen Spiels 7 gegen 7 auf zwei große Tore nunmehr 3 gegen 3 auf 4 Mini-Tore ohne Torwart.

Wie kann das Spielerlebnis der kleinsten Kicker im Spielbetrieb noch attraktiver gestaltet und gleichzeitig die fußballspezifische Ausbildung in diesem Altersbereich nachhaltiger und entwicklungsgerechter umgesetzt werden? Die Antwort: FUNiño!

„Im Spiel 3 gegen 3 sind die Spieler gleichermaßen in Offensive und Defensive gefordert, sie haben mehr Ballkontakte und Erfolgserlebnisse; gleichermaßen beim Toreschießen und Toreverhindern und der Blick für den freien Mitspieler und Raum wird geschärft. Die Basistechniken Dribbling, Passspiel sowie Ballan- und -mitnahme werden sozusagen nebenbei spielerisch geschult und im Wettkampf angewendet“, so Raimunt Zieler, Leiter des Nachwuchszentrums von Fortuna Köln und einer der Mitinitiatoren der FUNiño-Spielrunde in Köln.

Dadurch, dass die Teams an einem Spieltag gegen mehrere Mannschaften spielen, verliert das einzelne Ergebnis an Bedeutung. Trainer und Eltern sind sichtlich und hörbar entspannter und können sich am Spiel ihrer Kinder erfreuen. Nach jedem Torerfolg wird automatisch ein Spieler aus- bzw. eingewechselt. Geht ein Team mit 3 Toren Vorsprung in Führung, spielt der Gegner solange mit einem Spieler in Überzahl, bis er auf zwei Tore herangekommen ist.

„Beim 7 gegen 7 ist das Spielfeld einfach zu groß und die Anzahl der Spieler auf dem Feld ist für die kognitiven Fähigkeiten der Kinder in diesem Altersbereich einfach zu anspruchsvoll“, ergänzt Oliver Zeppenfeld, Jugendbildungsreferent beim Fußball-Verband Mittelrhein.

Dimitrios (Dimi) Hrissanthou, Trainer unserer U8 zieht nach dem ersten FUNiño-Spieltag ein durchweg positives Fazit: „Was mir zu allererst aufgefallen ist, war die Ruhe der Trainer und Eltern auf dem Sportplatz nach dem Anpfiff. Davon werden die Kinder in ihrer Entwicklung wohl am allermeisten profitieren. Die Intensität der Aktionen ist ungleich höher als im 7 gegen 7: Mehr Dribblings, mehr Pässe, mehr Zweikämpfe und mehr Toraktionen in Angriff und Verteidigung. Alle Spieler hatten die gleichen Einsatzzeiten und waren mit großer Begeisterung dabei!“

Neben dem S.C. Fortuna Köln haben sich folgende Vereine als erste in Köln für eine FUNiño-Spielrunde entschieden: DJK Südwest Köln, SV Deutz 05, ESV Olympia Köln, Vorwärts Spoho ´98, FC Viktoria Köln, 1. JFS Köln sowie der VFL Rheingold Poll. Von Anfang an mit "im Boot" war der Fußballkreis Köln mit Detlev Köhnen und Markus Vossen, die die beteiligten Vereine sowohl mit fachlicher als auch organisatorischer Kompetenz unterstützt und begleitet haben.


Die FUNiño-Spielregeln

- FUNiño wird 3:3 auf 4 Tore ohne Torwart gespielt.
- Die Spielzeit beträgt pro Spiel 12 Minuten
- Ein Team besteht aus 4 oder 5 Spielern
- Ein Tor kann nur in der gegnerischen Schusszone erzielt werden
- Der 4. oder 5. Spieler wird in einer festgelegten Reihenfolge der Spieler gewechselt.
  Der Wechsel erfolgt nach jeweils einem Tor der eigenen Mannschaft.
- Es gibt kein Abseits, keinen Eckball und keinen Elfmeter. Anstelle eines Einwurfes wird der Ball von der Außenlinie gespielt oder gedribbelt. (Ein Eckball entfällt, die verteidigende Mannschaft erhält den Spielball und
  beginnt mit einem Pass oder einem Dribbling.
- Bei einem Regelverstoss im Mittelfeld gibt es einen Freistoß oder ein Dribbling. Dabei müssen alle Gegner mehr als 3 Meter entfernt bleiben.
- Bei einem Regelverstoß in der Schusszone erfolgt ein Strafangriff aus der Mitte gegen einen Verteidiger in der Schusszone. Die übrigen 4 Spieler befinden sich in der gegenüberliegenden Schusszone und dürfen 
  nach der ersten Ballberührung am Spiel teilnehmen.
- Es gibt keinen Schiedsrichter, die Spieler sind aufgefordert, das Spiel alleine zu spielen. Die Trainer unterstützen die jungen Spieler dabei.

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